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 Part I ~ Ancient Legends

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Feuerchen
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BeitragThema: Re: Part I ~ Ancient Legends   Sa März 12, 2016 5:33 pm

Alec

Mit eindeutigem Missfallen beobachtete Alec das fluchtartige Verschwinden der Braunhaarigen, wie sie den Drink, auf den er gerade überzogen lange an der Bar hatte warten müssen, in weniger der Hälfte dieser Wartezeit leerte, den Aufwand zu Nichte machte, bevor er überhaupt hätte protestieren können. Die Vermutung der unangenehmen Spannung, die zwischen den beiden Frauen geknistert hatte, bestätige sich nur, schien es doch gar nicht Madeleines Art zu sein, so unüberlegt und mit der nur halbherzigen Verabschiedung zu gehen. Viel zu kurz war die gemeinsame Zeit gewesen. Das Gespräch hatte erzwungen und abgehackt gewirkt, hatte ihm nicht die benötigte Gewissheit verschafft, dass es ihr tatsächlich gut ging. Den Umständen entsprechend. In Zeiten wie diesen immer nur den Umständen entsprechend.

Er konnte ihr kaum mehr nach sehen, drehte den Kopf nur knapp zurück, als sie längst nicht mehr als einzelnes Individuum zu erkennen war. Nahtlos wanderte sein Blick zurück ins eigene Glas, blieb dort nicht lange hängen, bevor er Blick und Glas wieder hob, einen Schluck nahm und Leonora dann eindringlich taxierte, ihren ausweichenden Blick gerade noch auffing, um die Unbehaglichkeit darin selbst am eigenen Leib zu spüren. Rosig konnte das Gespräch zwischen den beiden Frauen nicht verlaufen sein. Vielleicht lag es an der Atmosphäre der Veranstaltung. Vielleicht hatte es von vornherein gar kein Gespräch gegeben und was er mitbekommen hatte, war nur der Abschluss einer unangenehmen Stille gewesen, die aus schierer Fremde zwischen den Beiden entstanden war. Wie gut konnten sie sich schon kennen?

Wann hatte er selbst das letzte Mal mit Leonora gesprochen? Wirklich gesprochen. Im Club war sie nicht gewesen. Dort hätte er die ruhige Schwarzhaarige auch nicht erwartet. Eine Seele, für dessen Leiden aus erster Hand er zumindest keine Verantwortung trug. Eigentlich hätte sie gar nicht im Lande sein dürfen. Und war es dann im richtigen Moment doch gewesen. Als wäre sie nie weg gewesen. Immer da, wenn er nach ihr rief…nur sanft entspannten sich seine Gesichtszüge, als er einen Schritt näher an die Seite der Schwarzhaarigen trat.

„Wie war Indien?“ Nie hatte er sie danach gefragt. Wusste auch nicht, wie es ihr seit dem Anschlag tatsächlich ergangen war. Warum sie es geschafft hatte, genau zur richtigen Zeit, wieder an den richtigen Ort zurückgekehrt zu sein, um die Leitung der Rettungsaktion zu übernehmen, ohne die er wohl kaum einen Plan B gehabt hätte.
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Feuerchen
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BeitragThema: Re: Part I ~ Ancient Legends   Sa März 12, 2016 7:42 pm

Nick

Nach so langer Bedenkzeit, in der die Alphawölfin das Häppchen förmlich mit Zunge und den darauf befindlichen Geschmacksknospen auseinanderzunehmen schien, hatte Nick doch zugegeben eine pompösere Antwort erwartet, als die Ernüchterung, die ihn stattdessen erwartete. Als hätte er heute Morgen selbst stundenlang in der Küche gestanden, um das noble Fingerfood eigenhändig zusammenzustellen und herzurichten, schürzte er die Lippen, warf dann einen erneuten, abschätzigen Blick auf den mittlerweile leerer gewordenen Teller vor sich, als habe er nun eine völlig neue Weltansicht auf dessen Inhalt. Er zuckte letztendlich mit den Schultern und stopfte sich kommentarlos einen weiteren Happen in den Mund. Zugegeben, diese Art von Essen war auch für ihn nichts. Er hatte durchaus besseres gegessen und ganz unrecht hatte die Dunkelhaarige mit ihrem bescheidenen Lob nicht. Er hätte sich durchaus nicht über eine fette Pizza mit Käserand oder einem doppelten Cheeseburger mit Bacon beschwert. Gedanklich notierte er sich diesen Menüvorschlag bereits für seine eigene Beerdigung.

Beinahe überrascht entriss ihn die Frage der Alphawölfin aus seinen Gedanken, vermochte er doch nicht einzuschätzen, ob es sich dabei um tatsächliche Neugier oder die ledigliche Überbrückung der eigenen Langenweile oder gar den düsteren Gedanken handelte. Ein schiefes Lächeln, noch unfertig, weil er den letzten Happen noch gar nicht aufgekaut hatte, war die Antwort, solange er mit vollem Mund noch nicht reden durfte.

„Was hat mich verraten?“ Selten achtete er auf die eigene Sprache, hatte bisher nicht einmal den Versuch gestartet, sich dem New Yorker Englisch anzupassen und legte in diesem kurzen Satz dennoch einen drauf, indem er den australischen Akzent selbst beinahe bis zum Äußersten parodierte. Dabei war seine Gegenfrage überhaupt nicht so dumm. Er hätte auch schon seit fünf Jahren unter Amerikanern leben können und sich dessen Aussprache wahrscheinlich noch immer nicht angepasst. Tatsächlich war das aber vielleicht die unbefangene Gelegenheit, sich der Alphawölfin vorzustellen. Obwohl er sich noch immer fest in den Kopf gesetzt hatte, vorzugeben, von ihrem Status im Pack nichts zu wissen. So unmöglich das auch schien, hatte sie doch vorhin noch als angekündigte Alphawölfin eine Rede halten müssen.

Kurz spielte er mit dem Gedanken, ihr eine Lüge aufzutischen. Und wie breit gefächert ihm sich dafür doch die Möglichkeiten boten. Dass er hergekommen war, weil er von dem Vorfall gehört hatte. Dass er im wichtigen Auftrag des Wahan Packs gekommen war. Dass er für das Catering dieser Veranstaltung zuständig war und ihre geringe Begeisterung für das Essen durchaus als beleidigend empfand. Aber weit wäre er damit wohl nicht gekommen und entschloss sich für die Wahrheit. Oder zumindest den Beginn dafür. „Seit circa zwei Wochen bin ich hier, um genau zu sein“ Dann lehnte er sich in plötzlicher Eile so weit vorwärts, in die Richtung der Dunkelhaarigen, dass es ihn beinahe vom Hocker riss. Eilig klopfte er sich die fettigen Hände vom Fingerfood noch an der Hose ab, streckte die eine dann der fremden Wölfin entgegen.

„Nick, übrigens“ stellte er sich direkt beim Spitznamen vor, weil es bisher nur für seine Familie üblich gewesen war, ihn beim vollen Namen zu nennen. „Und du bist…?“ Die arglose Lüge kam ihm leicht über die Lippen, als er sie aus neugierigen, braunen Augen musterte.
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Chaos
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BeitragThema: Re: Part I ~ Ancient Legends   So März 13, 2016 2:42 am

Ezra

In einem weiteren Moment der Unachtsamkeit, hatte er das Rascheln der Decken als unbedenkliche Geräusche abgetan, die schlicht von Bewegungen im Schlaf hervorgerufen wurden.

Die verletzte Hand noch immer locker zur Faust geballt, hing lose an seiner Seite, während er in der anderen den Pullover hielt, den er momentan mit einem Stirnrunzeln betrachtete, mit seichtem Atem und vorsichtigen Bewegungen zu sehr darauf bedacht, selbst keine Geräusche zu machen, dass die plötzliche Abwesenheit des tiefen Atems, der Schlaf so selbstverständlich begleitete und jegliche anderen Hinweise, die er hätte wahrnehmen sollen völlig an ihm vorbei gingen.

Die Stimme des Wolfes unerwartet, plötzlich bedrohlich nah, so dass er den Atem in seinem Nacken zu spüren vermeinte, ließ ihn innerlich zusammenfahren und äußerlich erstarren.

Seine Augen weiteten sich in Schock, hatte er sich erneut von dem Wolf überrumpeln lassen, war er doch sonst nicht so unvorsichtig.

Sein Herz hämmerte in seiner Brust als versuche es eigenständig zu flüchten, als die Hände des Wolfes seine Oberarme umklammerten, das Gesicht des anderen viel zu nah an seinem Hinterkopf war, und er nun tatsächlich dessen Atem im Nacken spüren konnte und sich seine Nackenhaare zu berge stellten. Einen Herzschlag später jedoch wurde Ezra die Absurdität dieser ganzen Situation bewusst und ein nervöses Lachen entfuhr ihm, das nur Haarscharf an hysterisch vorbeischrammte.
„Hast du gerade an mir gerochen?“, fragte er noch immer lachend. Und wenn seine Stimme etwas höher und noch immer entfernt panisch klang, konnte ihm das sicherlich niemand übel nehmen.

Er schloss die Augen, versuchte wieder gleichmäßiger zu atmen, bevor plötzlich und unsanft umgedreht wurde.
Der Pullover war seinen Fingern entglitten und auf dem Boden vergessen.

Er schluckte und verzog das Gesicht. Blinzelte den Weißhaarigen an. Es war definitiv anders, ihm plötzlich auf Augenhöhe zu begegnen und noch immer war er so unglaublich nah, dass er für einen Moment stockte. Ezra bot ihm ein schiefes, beinahe entschuldigendes Lächeln, die verletzte Hand noch gegen seine Brust gedrückt, auch als der andere nun von ihm abließ.

„Ich... eh...“, er machte eine vage Geste mit der anderen Hand. „wollte keine weiteren Umstände bereiten“, erklärte er, auch wenn das nicht komplett der wahre Grund war, weshalb er versucht hatte, sich davonzustehlen.

Er hob die Hände verteidigend, die Finger noch immer um den losen Verband gewunden. „Hey, ich bin nicht derjenige, der Tiere aus dem Wald entführt.“


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I swear I'll write the other posts too at some point xD)
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BeitragThema: Re: Part I ~ Ancient Legends   So März 13, 2016 3:55 am

Elena

Elena verlor sich für einen kurzen Moment in den dunklen Augen ihres Gefährten, für diesen kurzen Augenblick alle Gedanken ausblendend, fuhr mit den Fingerspitzen über seine Wange und schenkte ihm ein Lächeln. Es war nichts im Vergleich zu ihrem gewöhnlichen, unbeschwerten Lächeln, aber es musste für den Moment reichen, war ein Versprechen. Sie würde okay sein, und er müsste sich keine Sorgen mehr machen.

Sie ließ ihre Hand für einen weiteren Augenblick an Ort und Stelle verweilen und küsste Finn, kaum mehr als ein sanftes Aufeinandertreffen ihrer Lippen, hoffte dass es ihn etwas beruhigen würde, bevor sie seinem Blick folgte und nach etwas suchen ebenfalls Lou und Lukas entdeckte.

Mit leicht schief gelegtem Kopf betrachtete sie die beiden Wölfe für einen Moment bevor sie zu einer Antwort ansetzte, aber Finn hatte sich bereits auf den Weg gemacht und ihr blieb nichts als mit einem liebevollen Lächeln auf den Lippen den Kopf zu schütteln.

Sie nutzte den Moment alleine, erneut über die Narbe unter ihrem Brustkorb zu streichen, die sich noch immer leicht unangenehm bemerkbar machte, rollte die Schultern, versuchte etwas von ihrer Anspannung loszuwerden, bevor sie sich ebenfalls in Bewegung setzte, die beiden Kunawölfe ansteuerte und diese erreichte, gerade als sie ihre Shots herunterkippten.

Liebevoll zerzauste sie Lou's Haar. „Hey“, grüßte sie und bedachte beide mit einem schwachen Lächeln.
„Finn hat mich zurück gelassen um etwas zu trinken zu holen und ich dachte mir, ihr sehr aus als könntet ihr etwas erstklassige Gesellschaft vertragen“, versuchte sie sich an etwas der Leichtigkeit, die ihr immer eigen gewesen war und nun so schwer zu erreichen schien.


(eeeh)
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Feuerchen
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BeitragThema: Re: Part I ~ Ancient Legends   So März 13, 2016 2:11 pm

Cade

Im hölzernen Duft des Feuers glaubte Cade, den brennend Stich der vergangenen tiefen Verletzungen noch im Rhythmus der züngelnden Flammen aufflackern zu spüren. Hoffnung sollte die traditionelle Geste bringen. Dabei war das geborgene Gefühl der Wärme und Sicherheit das Zündholz, vom Feuer bei lebendigem Leibe verschlungen. Nichts als abgekühlte Asche und abgestumpfte Kohle würden die Flammen hinterlassen, hätten sie ihren Weg erstmal durch das gesunde, trockene Holz gefressen, alle Nährstoffe restlos ausgesaugt. Rauch verschmutzte die Luft, die sie alle zum Atmen gebraucht hätten.

Atemlosigkeit. Die Brust zugeschnürt, der Hals geschwollen, die Augen verblendet im Tränenschleier. Die sichere Nähe derer, die ihm so lieb waren, dass ein Leben ohne sie undenkbar geworden wäre. Die in Schwarz gehüllten Körper viel zu vertraut, wünschte er sich einfach nur auf die Beerdigung seiner Eltern zurück. Als seine Kindheit ein Ende genommen hatte. Als er seine Heimat unter dem frischen Gras begraben hatte, auf dem seit dem keine Blumen mehr gewachsen waren. Drei Mal im richtigen Rhythmus auf den imaginären Hut getippt und dann flüchtig über die Krempe dessen gestrichen und er hätte sie alle drei fortgezaubert, hätte sie einfach vergessen lassen. Dann wären sie irgendwo in der Karibik untergekommen. Am Strand, wo es bekanntermaßen nur ein Minimum an Vampiren gab.

Jetzt trauerte er nicht, um die fremden Opfer, die er nicht kannte, beerdigte das eigene Rudel stattdessen ein zweites Mal. Die Tränen, die ihm die Augen trübten, hatte er schon einmal geweint. Der Anzug hatte das Innere einer Reinigung seit dem letzten Mal noch nicht gesehen. Die Gesichter der anderen, fremden Gäste verschwammen zu den Masken der Verstorbenen. Ein Mal hatte er geglaubt, seine eigenen Eltern wiederzuerkennen, hatte sich hastig abgewandt, weil er den Anblick nicht ertragen hatte. Ricardas kleine Hand passte perfekt in die seine, als habe er sie seit damals nicht ein einziges Mal losgelassen. Ganz kalt fühlte sie sich an und Cade führte sie ganz unweigerlich an seine warmen Lippen, um ihr Geborgenheit zu schenken, während sie sich gemeinsam mit den Anderen zum Ort der eigentlichen Feierlichkeiten begaben.

Eine Feier wie diese hatte es bei ihnen damals nicht gegeben. Schon gar nicht dieser Ausmaße. Viel zu wenige Überlebende hatte es gegeben. Der Drang, dem Ganzen einfach zu entkommen, den Schmerz zu verdrängen und vergessen, war größer gewesen. Feige, vielleicht. Den Mut hatte er sich rar portioniert, um ihn niemals wieder zu verlieren. Der Mut, die Schultern gerade zu halten, den Rücken aufrecht, den Blick gehoben. Der Mut, für Ricarda und Caleb da zu sein. Weil er älter war. Weil er es seiner Mutter schuldete, ihr Lächeln, das die beiden Zwillinge geerbt hatten, niemals wieder versiegen zu lassen. Weil sie darin noch heute weiterlebte. Er müsste nur in den Spiegel schauen, um in dieser Nostalgie zu schwelgen. Aber viel lieber fand er das Lächeln im Gesicht seines Bruders wieder. Umso schmerzvoller, es jetzt verloren geglaubt zu haben.

Eine Sekunde war er älter. Das war einen Zentimeter, den er größer war. Eine Träne, die er weniger zu weinen hatte. Einen Grad, den er sein Kinn erhobener tragen musste. 10 Kilo mehr Last, die auf seinen Schultern lag.

Die Stille ertrug er dabei am Wenigsten, konnte der Aufgabe des Clowns nicht nachgehen, solange ihm der Atem noch klumpte und stockte, befürchtete am eigenen Lachen ersticken zu können. War umso froher, dass Caleb an der Reihe war. Nicht einmal das Lächeln wollte ihm gelingen, als er seinen Bruder beobachtete, Ricarda dann gedankenverloren den Arm um die schmale Hüfte schlang, ihr einen zarten Kuss auf das Haar drückte, über das er dann sachte strich. Erst dann nickte er Caleb zu, entspannte sich plötzlich doch noch.

„Eine Essensschlacht würde dem ganzen Schwarz und Grau hier gut tun“ merkte er verschwörerisch flüsternd an. „Findest du nicht auch, Ricci?“ Ein ernsthafter Vorschlag war das nicht, war er sich doch der unangebrachten Situation dafür bewusst. Viel mehr ein kleines Sticheln, die kleine Alphawölfin könnte seinen Scherz ernst nehmen und ihn aufhalten wollen sollte Lockerung in die kleine Gruppe bringen, sollte wenigstens einen von ihnen zum Lächeln bringen.
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Feuerchen
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BeitragThema: Re: Part I ~ Ancient Legends   So März 13, 2016 4:52 pm

Flavio

Nur aus den Augenwinkeln hob er den Blick knapp, hatte sich im ersten Moment durch die Worte, denen er überhaupt nicht richtig zugehört hatte, angesprochen gefühlt bis er feststellen musste, dass Celio in Wahrheit mit dem Häuschen selbst gesprochen hatte. Als wäre ein solches Verhalten kaum eine Neuigkeit für ihn – das war sie tatsächlich nicht – wandte er sich wieder ab. Sein Blick huschte zwischen den verschiedenen Farben hin und her, dann zurück zum Häuschen, bevor er sich neben die Töpfe hockte und nachdenklich mit der Fingerspitze über die bunten Deckel strich, die die Farbe des Inhaltes meist schon verrieten. Dann drehte und wendete er den Pinsel in seiner Hand, als müsse er erst ein Gefühl für dessen Form und Gewicht bekommen, bevor er mit der professionellen Arbeit beginnen konnte. Dabei war es viel mehr das Herauszögern, mit der eigentlichen Arbeit zu beginnen, auf die er so wenig Lust hatte.

Gerade hatte er sich für eine Farbe entschieden, den Topf vorsichtig geöffnet und den Pinsel noch zaghaft über der noch unangetasteten Farbe schweben lassen, als er wieder auf Celio aufmerksam wurde, dessen Worte zunächst bis auf ein zweifelndes „Hm“ unbeantwortet ließ. Dann erhob er sich wieder, ließ die Hand mit Pinsel senken und legte den Kopf ganz leicht schief. „Wir sollten das Haus schöner machen und nicht noch weiter verunstalten“ Er versuchte sich vorzustellen, wie sich das Häuschen überhaupt vernünftig dekorieren ließ, kam aber zu keinem Ergebnis, das er sich als realistisch vorstellen konnte. „Keine Experimente“

Mit der Fußspitze trat er ganz leicht gegen einen der noch ungeöffneten Töpfen. „Außerdem hat Valentina keinen Glitzer bereitgestellt. Ich befürchte, den würdest du dafür vielleicht brauchen“

(eh It\'s Something )
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Sunny
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BeitragThema: Re: Part I ~ Ancient Legends   So März 13, 2016 11:37 pm

Ricarda

Ihr Blick war starr nach vorne gerichtet, ohne etwas Bestimmtes zu erfassen. Ihre Umgebung nahm sie nur schemenhaft wahr – alles war nur ein grauer Schleier aus Bewegungen, die sie nicht deuten konnte. Ihre Gedanken waren nicht im Hier und Jetzt und auch die Tränen auf ihren Wangen galten nicht den Verstorbenen – nicht nur. Einzelne Haarsträhnen verdeckten ihr Gesicht und sie war froh um diesen kleinen Schutz vor der Außenwelt.
Ricarda wusste nicht warum sie hier waren, wo sie das selbe doch erst vor einiger Zeit selbst erlebt hatten – es jetzt noch einmal vor Augen geführt zu bekommen, holte sämtliche verdrängten Erinnerungen zurück ans Tageslicht. Bilder, die sie vergessen wollte – Bilder, weswegen sie eigentlich hierhergekommen waren. Sie hätten nicht herkommen sollen, das machte alles nur schlimmer. Wieso hatte sie das gewollt? Als ob sie den Mut haben würde, ihren Mund zu öffnen. Das war unmöglich – noch unmöglicher war es jetzt geworden.
Aus ihren düsteren Tagträumen wurde sie erst durch den Druck auf ihre Hand gerissen. Sie blinzelte ein paar Mal bis sie wieder sagen konnte, wo sie sich genau befand. Immer wieder flog nur ein einziges Wort durch ihre Gedanken.
Wieso?
Doch sie hatte keine Antwort darauf. Würde nie eine haben und das schürte ihre Ängste weiterhin. Jedoch gab ihr die Hand um ihre eigene Halt. Eine der Stützen, die sie in ihrem Leben braucht, um nicht komplett an den vergangenen und zukünftigen Geschehnissen zu zerbrechen. Trotzdem wagte sie es im Moment nicht, auch nur einem der Beiden in die Augen zu sehen – wandte ihren Blick kaum von ihren eigenen Füßen und dem Boden ab – und obwohl sie es nicht laut aussprechen würde, die Berührungen der Zwillinge gaben ihr etwas Geborgenheit in dieser grotesken Welt.
Erst als Caleb zu sprechen begann, hob sie ihr Kinn an und sah von ihm zu seinem Bruder, bei dessen Aussage ihr Gesicht noch eine Spur bleicher wurde. „Das könnt ...“ Sie verschluckte sich an ihren eigenen Worten und musste erst ein paar Mal schlucken, ehe sie ihren Satz wieder aufnehmen konnte „Ihr zwei könnt hier“ Ricarda senkte ihre Lautstärke der Stimme zu einem Flüstern. „keine Essensschlacht beginnen!“ Entsetzen machte sich in ihrem Gesicht breit und sie konnte nicht glauben, was die Beiden planten. „Wagt es nicht!“ Fast schon verzweifelt hoffte sie, dass sie es nicht wirklich in die Tat umsetzen würden.


(Whups. Nicht so lang wie eure Posts, but at least..~)
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Nasu
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BeitragThema: Re: Part I ~ Ancient Legends   So März 20, 2016 7:53 pm

Shiro

Seine strahlend blauen Augen waren aufmerksam auf Karazu gerichtet. Erinnerten an arktisches Eis in dem sich die Sonne spiegelte.
Bei dem leisen Vorwurf des Rothaarigen sah Shiro betreten zu Boden. Daran, das er jemanden entführt haben könnte, hatte er nie gedachte. Ein schrecklich schlechtes Gewissen regte sich in ihm, unbehaglich strich er mit seinen Daumen über das zerknitterte weiße Hemd von der Beerdigung.
Ob sich Karazu deshalb nicht verwandelt hatte?
Hatte er Angst vor Shiro?
Klirrend zersprang etwas in Shiro. Sein Blick war voller Trauer, warf lange Schatten über das vergangene Licht in den blauen Augen.
Wieder hatte er es geschafft dass sich jemand vor ihm fürchtete.
Dabei wollte er sich doch bessern, hatte sich sogar zurückgehalten als er die Wunde des Fuchses verbunden hatte.
„Es tut mir leid.“ Seine Stimme war belegt, die Wärme vom vorherigen SingSang war verschwunden. „Ich wollte dir nur helfen. Du warst-„ Shiros Blick richtete sich auf die Wunde in Karazus Hand, in der er noch immer den Verband festhielt „bist, du bist verletzt.“
Bei seiner Feststellung ging Shiro wieder auf Karazu zu. So das sie nur ein einziger Schritt trennte.

Vielleicht war Karazus Verletzung ausschlaggebend dafür gewesen das Shiro ihn mit nachhause gebracht hatte.
Doch der wahre Grund war, weil Shiro nicht alleine sein wollte.
Seine Mutter war bei seiner Tante und würde wohl die Nacht bei dieser verbringen, was bedeuten würde dass er ganz alleine in dem Haus wäre.
Dass der kleine Fuchs ihm Gesellschaft leistete und er somit eine Aufgabe hatte die ihn Ablenkte, war der wahre Grund warum er Karazu gekidnappt hatte.
„Wirst du mich jetzt alleine lassen?“
Sein Herz zog sich zusammen, wenn er daran dachte dem Seufzen des verlassenen Hauses lauschen zu müssen. Einsam in dieser überbevölkerten Stadt.
Shiros Atem ging schneller und er ballte die Hände ängstlich zu Fäusten.
„Karazu“ in den blauen Augen tanzten Licht und Schatten aufgeregt „bitte lass mich nicht alleine.“
Zitternd wartete sein Herz, der Weißhaarige spannte die Schultern an. Umklammerte sich fest genug, damit er nicht zerfiel.
Er schloss seine Augen, müde. Er war so müde.
All die Trauer und Angst laugte ihn aus. Er hätte nicht zurückkommen sollen. Zu viele Menschen in einer zu kleinen Stadt, brachten so viele Emotionen mit sich, die seine Welt erschütterten. Ihn überforderten und das Häufchen Elend zurück ließen das vor Karazu stand. Mit gebeugtem Rücken und Angst im Blut, das Rauschend in seinen Ohren klingelte.
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Nasu
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BeitragThema: Re: Part I ~ Ancient Legends   So März 20, 2016 8:24 pm

Finn

„Das mein Freund ist die Alphawölfin des Kunapacks.“ Finn hatte seine Hand eisern um die Schulter des Fremden gelegt, während er skeptisch das Lächeln des Beachboys betrachtete. Dessen Hand noch immer ausgestreckt war um die von Cassandra zu schütteln.
Finn gefiel es gar nicht, das sich gerade jemand an Cassie ranschmiss und dabei so ein Hornochse war, der nicht einmal wusste wer sie war.
Nachdem sich Finn aufmerksam das Sonnengebräunte Gesicht angesehen hatte, sah er zu Cassie mit einem Schiefen Lächeln auf den Lippen.
Ihr war der mangelnde Schlaf ins Gesicht gemeißelt. Die sonst so strahlend blauen Augen, waren getrübt von tiefen Schatten unter den Augen.
Sein Alpha schien sich zu erhoffen, wenn sie all die Trauer auf ihr Herz lud, könnte sie ihnen etwas davon abnehmen. Doch nicht einmal Cassie würde es schaffen ihnen diese Last abzunehmen.
Tiefe Zuneigung ließ Finns Herz höher schlagen. Diese kam nicht nur von der Treue die er seinem Alpha gegenüber empfand, sondern auch von der langjährigen Freundschaft die sie beide verband.
Deshalb wollte Finn nicht das so ein Casanova sich hier an sie ranschmiss.
Doch irgendwie hatte es der Beachboy- der offensichtlich nichts von Friseuren hielt, geschafft einen Stein nach dem anderen von Cassies Schultern zu entfernen. Auch wenn Finn das ungute Gefühl nicht los wurde, das er ein schmieriger Schleimscheißer war, war er doch froh dass jemand Cassie aus ihrem selbstgeschaufelten Grab herauslockte.
Finn verstärkte seinen Druck auf der Schulter des Fremden und zeigte ihm unter einem bedrohlichen Grinsen seine Zähne.
„Ich kann mir doch sicher sein, das sich Cassandra in guter Gesellschaft befindet?“
Auch wenn sein Lächeln nicht erstarb, waren Finns Augen aufmerksam, beinahe drohend auf das Unterwäschemodel gerichtet.
Finn ließ seine Worte noch einige Zeit wirken, bevor er Nick unvorbereitet auf den Rücken klopfte.
Ein langgezogenes „Guuut“ folgte, als sich der Kunawolf Cassie zuwandte. Schlagartig jegliche Abneigung aus seinem Blick verschwand.
„Elena und ich sitzen bei Lou und Lukas.“
Er wollte die offene Einladung nur da lassen, falls sich Nick als Arschloch herausstellen sollte. Wie Finn es ihm ganz offensichtlich unterstellte.
Dann wandte er sich ab und stellte sich etwas Abseits an die Bar und bestellte ein kühles Bier, auf dem sich sofort Kondenswasser auf dem Glas bildete und eine Wodka Cola.
Mit den beiden Getränken in den Händen, schaffte er es noch einen warnenden Blick in Nicks Richtung zu schießen, bevor er sich auf den Weg zurück zu Elena machte.
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Nasu
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BeitragThema: Re: Part I ~ Ancient Legends   So März 20, 2016 9:06 pm

Caleb

Während Ricarda zu Cade sah und ihm und Caleb verbot eine Essenschlacht anzustacheln. Musste der Blondschopf breit grinsen und blinzelte die letzten Tränen aus seinen Augenwinkeln.
Sah dankbar zu seinem Bruder, dass er es geschafft hatte Ricarda aus ihrer Starre zu reißen und von ihrem Kummer abzulenken.
Als sie sich nun auch Caleb zuwandte um ihm das Versprechen abzunehmen, das er keine Essensschlacht anfangen würde. Versuchte er sein belustigtes Lächeln zu verstecken, sah sie mit schreckgeweiteten Augen an.
Auch wenn seine blauen Augen blutunterlaufen waren von den Tränen, erinnerte er an schon mehr an sein altes Ich.
„Ich weiß nicht was du hast, ich finde eine Essensschlacht ist das Beste was hier passieren könnte.“
Bestätigte er kräftig seinen Bruder, nickte fest mit dem Kopf, so dass die blonden Locken aufgeregt hüpften. Als würden sie sich darauf freuen Sauce Tartar abzubekommen.
Um Ricarda aber nicht zu viel zu ärgern, stupste er sie mit seiner Schulter an, so dass sie zu ihm hochsehen musste.
„Keine Sorge.“
Sein Lächeln war warm und nur für sie bestimmt. Um sie hier zu behalten, sie nicht wieder abrutschen zu lassen in furchtbare Erinnerungen und atemraubenden Herzschmerz. „Wenn du nicht willst, dass wir eine Essensschlacht anzetteln, machen wir es erst, wenn du es nicht mitbekommst.“
Sein breites Grinsen trug er stolz zur Schau während er die Beiden zu dem großartigen Buffet zog.

Das Catering hatte sich selbst übertroffen, die Häppchen kunstvoll arrangiert. Doch die zu Bildern gelegten Häppchen hatten schon die ersten Lücken und so fiel es Caleb nicht schwer, kräftig ran zulangen.
Während er Häppchen auf einen Teller Schaufelte biss er von einem Tomaten Mozzarella Brötchen ab und hielt Ricci das restliche Stück vor den Mund.
„Mmmh! Das ist Saulecker Ricci. Kost mal!“
Dass er mit vollen Mund fluchte, schien jeden anderen zu stören außer ihn.


(sorry die posts werden immer kürzer true story, bro )
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BeitragThema: Re: Part I ~ Ancient Legends   Di März 22, 2016 2:41 am

Ezra


Als sich Trauer in die Augen des Wolfes stahl und die Wärme aus seiner Stimme wich, wusste Ezra, dass er etwas Falsches gesagt hatte. Es sollte ihn nicht interessieren, er wusste nicht, warum es ihn kümmerte, aber den Weißhaarigen bestürzt zu sehen war schlimmer als der leise Argwohn, der noch immer in seinem Hinterkopf saß. Seine Instinkte, die ihn zur Skepsis und Flucht angehalten hatten, überschattet von dem dringenden Bedürfnis etwas dagegen zu unternehmen und er warf seine Absichten, so schnell wie möglich das Weite zu suchen, über den Haufen.

Er seufzte als er sich mit dem Gedanken abfand, dass er unbewusst bereits eine andere Entscheidung gefällt hatte.

Er brummte zustimmend, hob erneut die verletzte Hand. „Ich schätze du hast Recht.“ Er hatte ihm zu keinem Moment wirklich Grund gegeben seine Absicht zu Helfen anzuzweifeln. „Danke dafür.“ Er hob die Hand noch etwas weiter, zu verstehen zu geben, wofür er sich bedankte, auch wenn der Verband sich bei der Verwandlung wieder gelöst hatte.

Mit nachdenklich zusammengezogenen Augenbrauen bückte er sich schliesslich, den Pullover aufzuheben, den er zuvor hatte fallen lassen und streifte ihn über, der Andere konnte kaum erwarten, dass er nur halb bekleidet weiter hier rumstehen würde, wenn es auch nicht wirklich kalt war, vermisste er doch die Wärme seines Fells und leichte Gänsehaut hatte sich auf seinen Armen breit gemacht. Er war jedoch darauf bedacht, kein Blut auf der Kleidung zu verteilen. Der Stoff war weich und warm auf seiner Haut und ließ ihn leicht aufseufzen.

Er musterte den Wolf einige weitere Augenblicke. Ein Lächeln zupfte an seinen Mundwinkeln als dieser erneut den Namen benutzte, den er ihm gegeben hatte. Er sah jedoch so verloren aus, dass das Lächeln schnell wieder erstarb und er nur knapp dem Bedürfnis widerstand, ihn zu umarmen.

Er zögerte nur einen Moment bevor er ihm schliesslich doch noch ein schiefes, beinahe unsicheres Lächeln schenkte und an ihm vorbei tappte, sich auf den Rand des Bettes sinken ließ und begann unbeholfen den Verband etwas fester um seine Hand zu binden.

Der Weißhaarige war scheinbar einsamer, als er erwartet hatte, auch wenn es vielleicht nicht allzu überraschend war, wenn er es recht bedachte. Wer war er, einer einsamen Seele etwas Gesellschaft zu verwehren. Es war nicht so, als wäre er nicht selbst oft einsam genug, das Gefühl nachempfinden zu können.

„Verrätst du mir auch deinen Namen?“, fragte er nach einem langen Moment des Schweigens beinahe beiläufig, noch immer auf den Versuch seine Hand zu verbinden konzentriert, ignorierte dabei, dass er ihm seinen Namen auch nicht verraten hatte, warf ihm nur einen knappen Blick zu bevor er sich wieder dem Verband widmete.


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BeitragThema: Re: Part I ~ Ancient Legends   Di März 22, 2016 11:07 pm

Shiro

Ganz vorsichtig stahl sich sein Lächeln zurück. Schritt für Schritt. Zupfte es an seinen Liedern und schlug die blauen Augen auf. Schob die Lippen in einen Halbmond und zauberte ein Grinsen.
Shiro folgte Karazus Bewegungen aufmerksam mit seinem Blick.
Sah dabei zu wie er sich in den grünen Pullover hüllte. Als würde es ihm gefallen sein rotes Haar in Szene zu setzen. Shiro gefiel es und sein Lächeln wurde bei dem Anblick noch breiter.

Mit jeder Bewegung in der Karazu verdeutlichte, dass er hier bleiben würde, fiel die Angst vor Einsamkeit weiter von Shiro ab.
Nur kurz wurde ihm ums Herz bang, das er ihn doch verlassen könnte, als Karazu an ihm vorbei Richtung Fenster ging. Doch er ließ sich auf das Bett davor nieder.
Am liebsten hätte Shiro Luftsprünge gemacht, das einzige was ihn davon abhielt war die niedrige Decke an der er sich nicht erneut den Kopf stoßen wollte.
Das letzte Mal war passiert, als Shiro vom Schreibtisch gehüpft war.
Als erstes hatte er versucht vom Bett aus Fliegen zu lernen, doch da es von dort aus nicht funktioniert hatte. Wo das Problem von der Höhe kommen musste, war er zu höheren Gefilden umgestiegen.
Was sich als Fehler herausstellte, das hatte die Beule zu verstehen gegeben, die noch Tage danach gepocht hatte.
Deshalb entschied Shiro sich dazu nur euphorisch auf seinen Ballen auf und ab zu wippen.

Karazu mit seinem wunderschönen roten Haar saß nun auf Shiros Bett und nicht mehr darunter. Das Rot kam nun eindeutig besser zur Geltung als zuvor in dem staubigen Schatten.
Er plagte sich damit den provisorischen Verband für einen Fuchs nun einhändig wieder um die Schnittwunde zu binden.
Bevor Shiro sich überhaupt dafür entscheiden konnte Karazu zu helfen, kniete er auch schon vor ihm.
Stumm griff er nach den beiden Enden des Verbandes und nahm ihn Karazu ab.
Auf dem weißen Stoff hatten sich bereits rote Blutflecken in das raue Gewebe gearbeitet.
„Ich helfe dir.“
Vorsichtig, genau wie zuvor band er den Verbandsmull um die Handfläche des Jungen. Mit sanften Fingern drehte er seine Hand um, band erneut eine Masche, diesmal deutlich kleiner als die vorherige.
Sorgfältig zupfte er sie noch zurecht, grinste dann mit seinen großen blauen Augen zu Karazu hoch.
„Shiro.“
Das I sagte er mit einem breiten Grinsen, mit dem O am Ende seines Namen behielt er einen erstaunten Ausdruck in seinem Gesicht, der sich mit jedem Herzschlag etwas mehr legte, Platz für sein gewohnt sanftes Lächeln machte.
Shiro hielt noch immer Karazus Hand fest, als er sich auf seine Fersen setzte. Den Blick noch immer glücklich auf seinen Freund gerichtet.
„Wirst du also wirklich bei mir bleiben?“
Er ließ die Frage so klingen, als würde er um die Ewigkeit fragen. Hoffnungsvoll.
Erschrocken sah Shiro an Karazu vorbei. Besann sich wie ein guter Gastgeber definiert wurde und er sich gerade nicht nach diesen Richtlinien benahm.
„Hast du noch Hunger, Karazu?“
Schon nach dem dritten Mal, hatte Shiro angefangen Karazus Namen mit dem letzten Vokal in die Länge zu ziehen.

( Auch für Chaos )
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Vivi
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BeitragThema: Re: Part I ~ Ancient Legends   Mo Apr 04, 2016 7:15 am

Leonora

Alecs Erscheinen war die Schale die den Tropfen des überlaufenden Fasses im letzten Moment auffing. Die Kraft der Emotionen hinter Leonoras Maske schien unerträglich. Ihre Wut brannte heißer denn je. Gerade als die junge Frau glaubte es nicht mehr aushalten zu können war Alec, betont ignorant gegenüber der herrschenden Anspannung, wie ein Anker an dem sie sich halten konnte.
Ihre negativen Gefühle wurden nur noch von ihrer Loyalität zu ihrem Alpha übertroffen, dem simplen Wunsch sich vor Alec nicht zu blamieren.
Selbst in ihrem haltlosen Zustand war da immer noch der Funke in ihrem Geist, der alles daran setzte dem Alpha das Leben nicht noch schwerer zu machen. Er hatte schon genug zu leiden, brauchte nicht auch noch Zwietracht zwischen seinen engsten Vertrauten.
Zögerlich hielt die Schwarzhaarige ihre Gesichtszüge betont teilnahmslos. Innerlich zählte sie immer wieder langsam bis zehn und nahm Alec den Drink dankbar ab. Erleichtert bemerkte sie, dass ihre Hand nur kaum merklich zitterte.
Die peinliche Stille die einen Moment zwischen den dreien schwebte, überspielte Leonora, in dem sie an ihrem Getränk nippte.
Ihr war übel, doch sie wollte sich ihr Unwohlsein unter keinen Umständen anmerken lassen. Leonora vertrug viel Alkohol und hatte sich nie betrunken die Blöße gegeben. Trotzdem entschied sie sich, es an diesem Abend bei einem Getränk zu belassen.
Ihr Herz schlug noch immer schmerzhaft in ihrer Brust. Der kalte Blick der Wölfin fiel auf Madeleine, die sich gerade überraschenderweise zum Gehen wandte.
Leonora war darüber keinesfalls verärgert- im Gegenteil. Obwohl sie diejenige gewesen war, die in das Gespräch hinein geplatzt war- mit unterirdischem Erfolg.
Fast war sie dankbar dafür, dass sich Madeleine erbarmt hatte und der ungeklärten Situation zwischen den beiden entflohen war.
Trotzdem, dachte Leonora, als der letzte Rest ihrer Wut mit jedem Schritt ihrer Kontrahentin verflog, die Auseinandersetzung war noch nicht vorbei.
In Anbetracht der Zukunft spürte sie wieder eine Welle der Übelkeit in sich aufsteigen. Schnell nahm sie noch einen Schluck von ihrem Glas.
Sie bedankte sich kurz bei Alec. Leonora fühlte sich plötzlich taub und ausgebrannt und wenn jemand anderes als Alec vor ihr gestanden hätte, hätte sie sich mit einer schwachen Ausrede ebenfalls aus der Affäre gezogen. Aber sie konnte es nicht.
Sie hatte keine Kraft mehr in sich. Nicht einmal ein Bruchteil an Emotionen war ihr geblieben.
Alecs prekäre Frage nach Indien verursachte dieses Mal keine Reaktion in Leonoras Stimmung.
Sie wollte Alec nicht fragen wie es ihm ging. Das war so sinnlos. Natürlich ging es ihm nicht gut, niemandem ging es hier gut, und wenn doch, dann hatte diese Person reichlich wenig auf einer Beerdigung verloren.
"Ich wünschte das alles wäre endlich vorbei", sagte sie nur, halb an Alec gewandt. Was sie mit "alles" genau meinte, überlies sie ihrem Gegenüber. Nur halb eine Antwort erwartend schloss sie kurz ihre brennenden Augen.
(ich kann nicht mehr schreiben)
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BeitragThema: Re: Part I ~ Ancient Legends   Mo Apr 04, 2016 7:31 am

Lukas

"Gründe zum Trinken gibt es wie Sand am Strand",brummte Lukas zustimmend und lehnte sich ein wenig in seinem Stuhl zurück.
Er musste es wissen, denn in seiner Freizeit griff er gerne selbst öfters zum Glas. Natürlich kannte er seine Grenzen. Doch was gab es besseres als mit ein paar Freunden den freien Abend in einer Bar zu verbringen?
Der Wolf begutachtete seinen Gegenüber erneut prüfend. Der junge Wolf versuchte verzweifelt seine düsteren Gedanken hinter taffen Sprüchen zu verstecken. Doch auch Lou hatte, wie alle anderen Anwesenden einen trüben Blick, der alle noch so freimütigen Sprüche Lügen strafte. Ein weiteres Mal fragte sich Lukas, was wohl hinter dem blassen Gesicht verborgen lag.
Als der Kellner die Shots zu den beiden gebracht hatte, drehte sich Lukas halb zu Lou, nickte ihm dankend zu und hob dann ebenfalls sein Glas.
"Auf Erfolge und Freundschaft... Und ausführliche Dankesrede zu Gunsten von Trinkkumpanen", führte Lukas den Trinkspruch seines Gegenübers zu Ende und kippte das bittere Getränk ohne zu zögern hinter.
Das Brennen in seiner Kehle war nicht der Rede wert doch er spürte bereits eine leichte Wärme, die sich in seiner Brust ausbreitete. Wann hatte er das letzte Mal etwas richtiges gegessen?

(I'm so sorry)
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BeitragThema: Re: Part I ~ Ancient Legends   Sa Apr 09, 2016 1:59 am

Ezra(/Karazu)

Konzentriert hatte er die Augenbrauen zusammengezogen, während er weiterhin unbeholfen mit einer Hand den Verband um die verletzte Andere zu wickeln versuchte, ihn wiederholt lockern und erneut abwickeln musste, weil der Mull sich verdreht hatte, zu fest oder zu locker saß, murmelte währenddessen leise vor sich her.

Nur kurz blickte er auf, warf dem Weißhaarigen einen Blick zu, der durch sein eingeschränktes Sichtfeld aus diesem verschwunden war, als er sich dem Verband zugewandt hatte. Das Lächeln und freudige Wippen des Anderen entging ihm nicht, und er beschloss, dass er die richtige Entscheidung getroffen hatte, zu bleiben. Er senkte den Blick wieder auf seine Hände, sein eigenes zufriedenes Lächeln zu unterdrücken, das an seinen Lippen zupfte, darüber die Schwermut des Wolfes für den Moment vertrieben zu haben.

Dem anderen schien im Gegenzug sein offensichtlicher Kampf mit dem Verband nicht entgangen zu sein und so hockte er schon wenige Augenblicke später vor Ezra – oder Karazu, wie er mit einem Lächeln bedachte. Der Name, der ihm der Wolf verpasst hatte. Er würde ihn nicht berichtigen.

Er gab ein leises 'Danke' von sich, ließ die Hand, die versucht hatte, den losen Verband wieder zu befestigen, sinken und hielt ihm die verletzte Hand bereitwillig entgegen, beobachtete mit einem Lächeln, wie der Weißhaarige mit sanften Fingern bedacht, doch behände erneut den Verband um seine Verletzung wickelte. Er nutzte die Gelegenheit, den Wolf aus dieser Nähe zu betrachten, beobachtete seine Bewegungen genau und widerstand dem Bedürfnis, die Hand nach dem weiß Haar auszustrecken, das ihn so faszinierte, strich stattdessen mit der freien Hand über den weichen Stoff des grünen Pullovers, den er sich zu Eigen gemacht hatte.

„Shiro“, wiederholte er leise, seinerseits mit einem Lächeln. Er hielt dem Blick der großen, blauen Augen stand, bevor er nickte, einen zustimmenden Laut von sich gab. Seine Hand noch immer in Shiro's obwohl dieser längst mit seiner Arbeit fertig war. „Solange du willst“, erwiderte er und musste feststellen, dass er es auch meinte.  

Seine eigenen Augen weiteten sich, als Shiro erschrocken an ihm vorbei sah, nur um sich in ein leises Lachen aufzulösen, als eine Art Erklärung in Form einer Frage folgte. Er legte den Kopf leicht schief, fuhr sich mit der unverletzten Hand durchs Haar. „Um ehrlich zu sein... sehr.“ Sein Magen knurrte zustimmend, als hätte er eine Bestätigung seiner Worte gebraucht.

(  Matt und Alec ....... I ship it! )
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BeitragThema: Re: Part I ~ Ancient Legends   Mo Apr 11, 2016 10:55 pm

Alec

Mit unterhaltsamen Anekdoten über die freundlich gesinnten Werwölfe in Indien und die atemberaubenden Gebäude und Landschaften, die man mit keinem Ort in ganz Amerika vergleichen konnte, hatte Alec eigentlich nicht gerechnet, als er die Aufforderung zum belanglosen Smalltalk ausgesprochen hatte. Hätte sie wahrscheinlich auch gar nicht hören wollen. Trotzdem traf ihn die so ungewöhnlich emotionsgeladene Ehrlichkeit Leonoras unvorbereitet. Hinter schmal verschlossenen Lippen presste er die Zähne fest zusammen, wartete vielleicht noch auf eine Erklärung, die nicht mehr kam. Leonora hatte abgeschlossen. Weil sie seinen Blick nicht erwiderte, wandte er ihn ab, betrachtete kurz das Innere seines Glases, während er mit dem Fingernagel drei Mal gegen das Glas tippte.

Immer noch keine Erklärung. Keine Antwort auf die eigentliche Frage. Minuten hätten verstreichen können, Stunden. Aber als Alec den Blick wieder hob, schien die Zeit still zu stehen. Er wusste nicht, was in Indien geschehen war. Wusste nicht, ob ihre Antwort auch damit zu tun hatte. Oder ob sie nur vom kollektiven Leiden ihrer Rasse sprach. Denn, ja, auch er wollte, dass es endlich vorbei wäre. Und hatte gleichzeitig das Gefühl, dass eben dieses Problem in seiner Hand lag.

In Ermangelung der richtigen Worte und dem Wissen darum, dass er sich entgegen aller Instinkte nicht einfach umdrehen konnte und der Situation entfliehen konnte, legte er zunächst eine zaghafte Hand auf ihre Schulter, zog sie dann etwas grober in die eigentlich gut gemeinte Umarmung, versteifte dabei selbst nur ein kleines bisschen, weil er die Nähe selbst nicht gewohnt war, nicht wusste, wie sie darauf reagieren würde. Er kannte sie schon so lange. Er konnte es nicht ertragen, sie leiden zu sehen. Hatte sich vielleicht auch deshalb für die plötzliche Umarmung entschieden, um ihr dadurch nicht mehr ins Gesicht sehen zu müssen. Die Trauer auf dem sonst so kontrolliert distanziertem Puppengesicht war er nicht gewohnt.

Seine Hände blieben auf ihrer Schulter zurück, als er sich von ihr gelöst hatte und ihr diesmal gezielt in die Augen sah. „Ich hatte gehofft, du würdest mir dabei helfen, jedem einzelnen Rogue in dieser Stadt das Genick zu brechen“ Er hatte nicht vor, zu scherzen, meinte genau das, was er sagte und ließ die Arme dann wieder sinken.
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BeitragThema: Re: Part I ~ Ancient Legends   Mo Apr 11, 2016 11:32 pm

Lou

Kurz drehte und wendete Lou das leere Shotglas in seinen Händen, beobachtete wie der hartnäckige bräunliche Rest am Boden kleben blieb und stellte es dann energisch zurück auf dem Tisch ab. „Na, wenn das nicht genug Gründe für ein zweites Glas sind“ lachte er. Die amüsierte Feststellung versteckte sich jedoch hinter einem leicht fragenden Blick, mit dem er Lukas taxierte, war es vielleicht doch nicht der richtige Zeitpunkt, sich ausgerechnet heute zum ersten Mal die Kante zu geben und die dadurch aufkeimende Freundschaft für die Ewigkeit zu besiegeln.

Dann fragte er sich kurz, was Freundschaft überhaupt bedeutete. Ob es tatsächlich bedeutete, es nicht mehr übers Herz zu bringen, dieses Rudel wieder zu verlassen. Wann genau er eines Morgens aufgewacht war und gemerkt hatte, dass er zum ersten Mal dazu gehörte. Ob das am Ende des Tages nicht vielleicht mehr Nachteile, als Vorteile brachte. Aber was wusste er schon. Und wo er gerade von Freundschaft sprach…

„Wenn all das hier vorbei ist…“ Er machte eine kleine ausladende Geste, die irgendwie die gesamte Veranstaltung umfassen sollte. Dann lehnte er sich leicht über den Tisch. „Dann werden Finn und ich eine Bar eröffnen. Und wenn du in deiner Show Werbung für uns machst, können wir vielleicht einen Deal für lebenslange Freigetränke machen“ Lou hatte sein Geld noch nie damit verdient, ein guter Geschäftsmann zu sein. Aber alles war ihm recht, um vom Thema abzulenken.
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BeitragThema: Re: Part I ~ Ancient Legends   Do Apr 14, 2016 4:23 pm

Shiro

‚Solange du willst.‘
Solange er wollte. War sich Karazu dessen bewusst das Shiro niemals alleine sein wollte? Es nicht konnte. Flüchtete vor dem Gefühl verloren auf einsamen Posten zu stehen.
„Danke.“ Murmelte nun auch der weißhaarige, seinen Blick auf das Farbenspiel gerichtet, das Karazu ihm bot.
Shiro wollte ihn festhalten und nicht mehr gehen lassen. Mit ihm das Gefühl nicht mehr sonderbar zu sein, den in Shiros Welt war etwas völlig neues getreten ein Rätsel das sich ganz langsam enthüllte.
Eine Geschichte die den Weißhaarigen bannte und ihm etwas von seiner Unruhe nahm.

Lachend ließ Shiro doch irgendwann die verbundene Hand los.
Karzaus Körper sprach Bände.
Shiro richtete sich auf, wandte Karazu nur wiederwillig den Rücken zu um die zwei Stück Torte aus dem Kühlschrank zu holen. Die Überreste von der Willkommendaheim-Party vor zwei Tagen waren.
Seit drei Tagen war Shiro erst wieder hier, wollte nicht länger bleiben.
Auch wenn er durch seine Mutter einen berechtigten Platz im Dakabi Pack hatte und er auch kein kränklicher Schwächling war, hatte Shiro doch so etwas wie den Ruf eines Omegas an sich haften. Da er sich äußerst selten in New York aufhielt und sein Alpha nicht viel von Shiro hielt. Da dieser selten die Muse hatte seinen Befehlen zu gehorchen oder sie erst gar nicht registrierte.
Daher war es schön jemanden zu treffen, vor dem Shiro sich nicht verstellen musste wie einem Menschen, oder in eine Rangordnung gerückt wurde wie es bei seinen Rudelmitgliedern der Fall war.
Meist flehte ihn seine Mutter an, nicht bei den allmonatlichen Jagden teilzunehmen, da er sich dort nicht beherrschen konnte, daher gingen die meisten Wölfe des Dakabi Packs auch davon aus das Shiro schwach war.
Doch all das spielte keine Rolle vor Karazu.
Karazu blieb bei ihm. War dankbar für Gesten, ohne sie gleich auch Shiros Stand auszulegen.

Der Weißhaarige ging wieder vor Karazu in die Hocke und hielt ihm die beiden Stück Torte auf einem Teller hin.
Es war Bananentorte mit einer Marzipanglassur.
„Wenn du etwas anderes möchtest-“ Shiro stockte für einen Moment, da er eigentlich nicht weg wollte. Karazu hungern zu lassen, wiederstrebte ihn jedoch noch mehr. „dann kann ich dir was holen. Alles was du willst!“ fügte er noch euphorisch hinzu.
Besann sich nicht darauf, Karazu eine Gabel zu holen. Freute sich einfach darauf, Karazu dabei zuzusehen wie er sich den Kuchen schmecken ließ, gleich wie den Schokoriegel im Wald.
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BeitragThema: Re: Part I ~ Ancient Legends   Fr Apr 15, 2016 7:14 am

Leonora

Leonora wagte es nicht Alec ins Gesicht zu sehen. Mehr noch wartete sie darauf, dass er sich abwandte, hin zu jemanden der ihm eine bessere Gesellschaft sein konnte. Schon war sie da, die verhasste Stille die sich unheilvoll zwischen den beiden ausgebreitet hatte. Sie wollte etwas sagen, doch ihr Kopf war plötzlich leer. Es war als hätte sie all ihre Worte in dem dummen belanglosen Streit mit Madeleine aufgebraucht.
In Gedanken an die letzten Minuten versteifte sie sich erneut. Sie bereute keines ihrer Worte, sie bereute lediglich sie laut ausgesprochen zu haben.
Leonora besaß die Fähigkeit andere Menschen recht gut einzuschätzen. Deshalb wusste sie die meiste Zeit Bescheid wie sie auf andere Menschen reagieren musste.
Doch als Alec sie plötzlich umarmte hatte sie für einen kurzen Moment das unwirkliche Gefühl alle Kontrolle zu verlieren.
Ein überraschtes Geräusch verlies ihre blassen Lippen und ihre Augen waren weit aufgerissen. Sie wusste nicht mehr wann sie das letzte Mal umarmt worden war. Nur langsam dämmerte ihr was gerade geschah.
Ihre eigenen Hände schwebten für einen Moment über Alecs Seite, so als würde eine unsichtbare Schutzschicht sie daran hindern die Geste zu erwiedern. Stattdessen stand Leonora dort, vollkommen fertig, ohne jegliche Kontrolle über sich selbst und ihre Taten. Die Gedanken an Indien waren wie ein dunkler Schatten in ihrem Kopf, die Geschehnisse in dem Club, Schmerz und Schuld gleicher maßen, wie ein Speer der schon vor Tagen ihre Brust durchbohrt hatte.
Der Streit mit Madeleine war nur die perfekte Spitze des Berges gewesen, der schon vor Jahren angefangen hatte die Wölfin unter sich zu begraben.
Und da stand sie nun. In den Armen der einen Person für die sie immer stark gewesen war.
Eine einzelne Träne löste sich aus ihren Augen und sie schaute zu Boden. Alec hatte sich schnell wieder gelöst, sichtlich unangenehm berührt. Für Leonora hatte es sich wie eine Ewigkeit angefühlt. Natürlich würde sie stark bleiben. Wenn nicht schon für ihr Rudel, dann wenigstens für ihren Alpha. Zitternd holte sie Luft und entspannte sich ein klein wenig.
Niemand von beiden würde weiter über das reden, was gerade geschehen war.
Stattdessen nickte Leonora langsam und ernst nach Alecs Vorschlag.
"Du kannst auf mich zählen. Und auf die meisten anderen auch. Verlust macht ein Rudel nur noch gefährlicher."
Einige Momente herrschte erneut Stille. Dieses Mal wollte Leonora nicht verschwinden. Im Gegenteil, es tat ihr unerwartet gut, zu reden.
"Indien ist ein faszinierendes Land.", sagte sie schließlich," Riesig und so vielfältig. Die Menschen sind alle viel herzlicher und bodenständiger als hier. Überall sind bunte Farben aber das beeindruckenste ist der Geruch.", sie verschränkte die Arme vor der Brust und konzentrierte sich auf die Erinnerungen vom Anfang ihrer Reise.
"Überall riecht es nach Leben. Essen, Gewürze, Pflanzen, Rauch und menschliche Ausdünstungen. Gute und schlechte Gerüche, alles. Mal wünscht man sich stundenlang an einem Fleck zu bleiben um die Luft weiter zu kosten und manchmal wünscht man sich nur schnell weiter zu kommen. Aber niemals, zu keiner Zeit, ist da kein Geruch in der Luft, der deine Aufmerksamkeit erhascht."

(I begged you to hear me, there's more than flesh and bones
Let the dead bury the dead, they will come out in droves
But take the spade from my hands and fill in the holes you've made

plant your hope with good seeds
Don't cover yourself with thistle and weeds
Rain down, rain down on me)
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BeitragThema: Re: Part I ~ Ancient Legends   Fr Apr 15, 2016 7:16 am

Lukas

Lukas schenkte seinem neuen Freund ein schiefes Lächeln als dieser ihn unsicher anschaute. Fast schien er die Gedanken des anderen zu erraten, denn Lukas wandte sich nun ebenfalls an den Barkeeper.
"Bring uns am besten zwei für jeden. Dann musst du nicht gleich wieder losrennen."
Die Zeit die die Bedienung brauchte, herrschte eine kurze Stille zwischen den beiden Wölfe. Es war keinesfalls unangenehm, denn die beiden brauchten einen kurzen Moment, um ihre neue Situation zu analysieren. Lukas entschied am Ende mit einem kaum merklichen Schulterzucken, dass er Lou erst einmal gut gegenüber treten würde. Der andere Wolf schien sympatisch wenn auch ein bisschen gedankenverloren.
Lukas hatte gerade das zweite Shotglas angesetzt, als Lou ihm plötzlich von seinem Barplan mit Finn erzählte. Der Braunhaarige prustete los und verschluckte sich prompt an seinem Getränk. Er hustete laut und zog damit die Aufmerksamkeit der meisten Anwesenden auf sich. Der Alkohol brannte höllisch in seinem Rachen und er brauchte eine halbe Minute bis er, mit hochrotem Kopf, wieder halbwegs Luft holen konnte. Irritiert schob der Wolf die Brille auf seiner Nase wieder zurecht und holte noch einmal tief und rasselnd Luft. Dann wandte er sich urplötzlich zu Lou um, ein verschlagenes Funkeln in den Augen, und griff nach dessen Hand um sie theatralisch zu schütteln.
"Mein Freund, wir haben einen Deal!",
Erklärte er und wandte sich dann dem Rest des Alkohols vor ihm zu.
"Habt ihr schon einen Namen für euer zukünftiges Etablissement?"
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BeitragThema: Re: Part I ~ Ancient Legends   Mo Apr 18, 2016 10:54 pm

Alec

Mit einem schweren Nicken bestätigte Alec die Aussage der Schwarzhaarigen, hätte es selbst vielleicht gar nicht besser ausdrücken können. Die Rogues befanden sich noch in ihrer Anfangsphase des Lebens in der Gruppe. Sie Wölfe waren hingegen ein eingespieltes Team. In drastischen Zeiten nur umso mehr. Der Pakt zwischen den Dakabis und Kunas war im Augenblick vielleicht noch neu und brachte entsprechende Komplikationen mit sich, aber mit direktem Blick auf die Bedrohung, die noch vor ihnen lag, galt es für beide Seiten gleichermaßen, ihre Differenzen beiseite zu legen. Der Krieg hatte gerade erst begonnen. Und mit der beißenden Schuld im Nacken, war Alec nur umso fester entschlossen, kein weiteres Mal zu verlieren. Dabei hatten die Vampire im Club mindestens genauso viele Leben gelassen wie die Werwölfe. Nur interessierten sich die Blutsauger weniger für ihre Opfer. Sie waren austauschbar. Und vielleicht lag gerade darin ihre Stärke.

Jetzt war er doch überrascht, als Leonora sich ihm so plötzlich öffnete, ertappte sich dabei, wie er sich tatsächlich für die Antwort und die Erzählungen über das weit entfernte Land interessierte, obwohl ihn nichts davon im Detail dazu einlud, die eigene Heimat zu verlassen. Oft genug war er selbst schon im Ausland unterwegs gewesen, war als Kind schon das ein oder andere Mal mit seinem Vater mitgekommen. Diese doch eher geschäftlichen Reisen hatten sich jedoch meistens auf den Nordamerikanischen Kontinent und Europa beschränkt, sodass der größte kulturelle Unterschied oft die Sprachbarriere gewesen war. Seine Vorstellungskraft konnte Leonoras Gedankengängen kaum folgen, nicht zuletzt, weil sie von Gerüchen erzählte, die er wahrscheinlich selbst noch nie wahrgenommen hatte.

Ihre Begeisterung kam ihm untypisch vor, aber vielleicht lag das auch an der mangelnden Erfahrung mit Smalltalk mit Leonora. Alle Versuche, sich vorzustellen, wie die Schwarzhaarige mit leuchtenden Augen durch das fremde Land reiste und keine Gelegenheiten ausließ, die Umgebung zu erkunden, scheiterten bereits im Ansatz.
„Hast du eines der Packs kennengelernt?“
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BeitragThema: Re: Part I ~ Ancient Legends   Mo Apr 18, 2016 11:30 pm

Lou

Wenn man gerade vom Teufel sprach – oder zumindest vom Gefährten des Teufels – spürte Lou die Hand in seinen lockigen Haaren, bevor er erahnen konnte, um wen es sich genau handelte, musste dann aber unweigerlich lächeln, als er Elena erblickte. Lukas‘ noch im freien Raum hängende Frage vorerst ignorierend, wandte er sich der Braunhaarigen halb zu. Um auf ihre Begrüßung zu reagieren, setzte er an, betont suchend an ihr vorbei zu schauen, die vermeintliche erstklassige Gesellschaft suchend, brachte die kleine spielerische Gemeinheit dann aber doch nicht übers Herz und grinste sie stattdessen direkt an.

„Ich weiß gar nicht, was ich mit so viel erstklassiger Gesellschaft anfangen soll“ Er lachte, als er Blick kurz zurück auf Lukas fiel und war dann so frei, Elena eines der noch vollen Shotgläser zuzuschieben, die der Kellner gerade gebracht hatte. „Na gut, dass wir vorgesorgt haben“
Seit dem Anschlag hatte er die vertrauten Gesichter seiner neuen Freunde kaum zu Gesicht bekommen. Wenn überhaupt nur flüchtig. Vor Allem das gemeinsame Lachen hatte ihm gefehlt, aber wann immer er Seth, Cassie, Finn oder Elena angesehen hatte, hatte er auch gleichzeitig hinter jedem Augenaufschlag gesehen, wie ihre Gesichter und Körper mit Blut verschmiert gewesen waren, wie sie sich gegenseitig im Arm gehalten hatten und noch ein letztes Mal in den Trümmern zueinander gefunden hatten, als sie noch nicht gewusst hatten, ob sie das Schlachtfeld lebendig verlassen würden.

Nur kurz zuckte bei diesem Gedanken etwas hinter seinem Lächeln, bevor er den Stuhl neben sich zurückschob, um Elena den Platz anzubieten, dann zwischen der Braunhaarigen und Lukas hin und her nickte. „Ihr zwei kennt euch…?“
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BeitragThema: Re: Part I ~ Ancient Legends   So Mai 01, 2016 1:09 am

Dass Cassandra ihn eindeutig als 'Nicht-New-Yorker' entlarvt hatte, schien ihn zu überraschen und vielleicht ein wenig zu enttäuschen - und dann doch wieder nicht. Und doch sah er sie einen Moment lang stumm an, als müsse er sich seine nächsten Worte er zurecht legen, ehe er dann fragte was der Schwarzhaarigen das entscheidetende Detail für ihre Aussage geliefert hatte. "Dein Geruch, dein Akzent" wären nur zwei eindeutige Punkte gewesen, die sie genannt hätte, hätte sie wirklich ernsthaft geantwortet. "Ich weiß nicht. Muss wohl weibliche Intuition gewesen sein" erwiderte sie stattdessen mit einem Grinsen und einem darauf folgenden Schulter zucken, während sie sich die zweite Hälfte des Gurgen-Quarkhäppchens in den Mund steckte und dann das Bisschen Quark, das an ihrem Daumen verblieben war, beseitigte. 2 Wochen also schon... War er ein Einzelgänger? Kam er im Auftrag seines Rudels oder war er ein Ausgestoßener? Diese Fragen geisterten der Alphawölfin sofort bei seiner Antwort im Kopf herum, wollte ihr einfach nicht in den Kopf wieso man sich, in Zeiten wie diesen, ohne sein Rudel herum trieb. Der Fremde riss Cassandra aus ihren Überlegungen, indem er sich die Hände an seiner Hose abwischte und diese ihr dann reichte, sich im Anschluss an die Geste vorstellte. Nun war es die Schwarzhaarige, die kurz überrascht war. Sie war kein VIP, dem man kreischend hinterher rannte und von dem man Fotos, Autogramme oder Kinder verlangte. Dementsprechend erwartete sie auch nicht, dass jeder Mensch wusste er sie war. Doch hatte sie schon erwartet, dass man zumindest als Wolf informiert war, in welcher Stadt welches Rudel lebte und wer dessen Alpha war - zumal sie noch vor 20 Minuten eine Rede auf dieser Beerdigung gehalten hatte. Just in dem Moment, in dem sie überlegte wie sie ihm nun antworten sollte, nahm ihr eine Stimme diesen Job schon ab.

Finn hatte sich ihr und dem Fremden vollkommen lautlos genähert und ihn dann in eine vermeintlich freundschaftliche Geste verwickelt, bei der man meinen könnte er würde ihn schon ewig kennen. Schlagartig wurde Cassandras Grinsen bei Finns Anblick noch etwas breiter, war ein ums andere Mal froh, dass es ihm und allen, die noch lebten, gut ging. Die Geste, die von außen vertraut aussah, entpuppte sich als eher besorgt. "Ich verhungere hier zumindest nicht" gab sie auf Finns Frage, ob sie nun an sie oder Nick gestellt war konnte Cassandra nicht ganz einordnen, zurück. Ein letzter Klopfer war Nick noch vergönnt, ehe sich Finn erneut an die Alphawölfin wandte und ihr mitteilte, sollte sie den Drang verspüren sich zu ihnen gesellen, wo er und Elena saßen. "Danke" erwiderte sie mit einem Nicken und einem Lächeln und ließ ihn dann, mit einem letzten warnenden Blick an Nick, wieder von dannen ziehen. Kurz sah siei hm noch nach, ehe sie sich wieder ihrem Essens- und Gesprächsparner zuwandte. "Jetzt weißt du bescheid. Was bringt dich eigentlich nach New York?" setzte sie wieder an und ließ ihren Blick kurz nach unten huschen, um zu sehen ob noch ein Häppchen vorhanden war, das noch nicht angebissen wurde - und wurde tatsächlich mit einem Häppchen, das mit einer Pistazie geschmückt war, fündig. Dieses verschwand im Ganzen in ihrem Mund, während sie ihn mit ihren blauen Augen, unter denen ohne ihr Make-Up die dunklen Schatten wohl weitaus besser zu sehen wären die die unzähligen Nächte verursacht hatten, wartend auf eine Antwort ansah.
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BeitragThema: Re: Part I ~ Ancient Legends   Mo Mai 30, 2016 10:49 pm

Nick

Unabhängig davon, ob die enthüllenden Worte nun aus dem Mund der Alphawölfin direkt gekommen waren, oder stattdessen von dem wie aus dem Nichts aufgetauchten Fremden vorweg genommen worden waren, erlaubten sie Nick dennoch, den geplanten Effekt zu erzeugen. Jetzt tatsächlich sogar mit mehr echter Überraschung, zuckte er doch ungewollt unter der Berührung des Fremden zusammen.
Die Antipathie entblößte sich als auf Gegenseitigkeit berührend. Was von Nick vielleicht nicht automatisch als solche ausgegangen wäre, hätte der Dunkelhaarige ihn weniger intensiv begrüßt, entwickelte sich dadurch nur umso nachdrücklicher. Er räusperte sich, warf dem Anderen einen knappen Blick zu, wollte ihm zu verstehen geben, dass er seinen Griff jetzt durchaus lockern konnte, konnte aber nichts dergleichen erzielen. Das höfliche Lächeln, das er tapfer auf den Lippen bewahrte, war eher ein Erzeugnis seiner eigenen Gedanken.
Die 2000er haben angerufen und sie wollen ihr Lippenpiercing zurück.
Tatsächlich sagen tat er natürlich etwas Anderes. „Ich weiß nicht“ Gab er mit einem süffisanten Lächeln zurück. „Das lasse ich sie selbst entscheiden“ Tatsächlich gefiel es ihm nicht sonderlich, was der andere Wolf hier abzuziehen schien. Das mochte ganz egoistisch daran liegen, dass es seine eigenen Pläne durchkreuzte und eine Bedrohung für diese angenehme Zweisamkeit darstellte. Konnte aber auch durchaus daran liegen, dass dieser Umgang ihn tatsächlich störte. Beschützerinstinkt hin oder her.
Dennoch schienen die Beiden sich durchaus vertraut zu sein. Natürlich waren sie das. Nick konnte es sich mit großer Wahrscheinlichkeit nicht leisten, es sich mit diesem Schlagzeuger einer schlechten Garagenband zu verscherzen. Also sagte er nichts weiter, bis der Kerl außer vermeintlicher Reichweite war, ignorierte, dass er sich beinahe am letzten Häppchen verschluckt hatte, als ihn der unnötig harte Rückenklopfer getroffen hatte und lehnte sich etwas auf dem Hocker ohne Lehne zurück, hatte das Grinsen durchaus nicht verloren.
„Alpha also…“ verarbeitete er die angeblich brandneue Information von zuvor jetzt auch nochmal verbal. Nur kurz blickte er sich nochmal um, entdeckte den Dunkelhaarigen jetzt an einem Tisch mit drei anderen Wölfen, laut eigener Aussage wahrscheinlich ebenfalls zum engeren Bekanntenkreis der Alphawölfin gehörend. „…nettes Pack. Gute Arbeit“ Scherzte er.
Ihre nächste Frage stürzte ihn erneut in das Dilemma zwischen Lüge und Wahrheit. Warum war er hier? Weil er weg wollte. Warum ausgerechnet New York? Weil die beiden Packs hier von beachtlicher Größe waren und ein weltweites Ansehen genossen. Sogar in Australien. Mit irgendeinem der Alpha hier hatte sein Vater regelmäßige Beziehungen gepflegt. Vielleicht waren es sogar Cassandras Eltern gewesen. Aber davon wollte er gar nicht erzählen, wollte seine Familiengeschichte nicht offenlegen, wollte nicht sagen, dass er ein Alpha war…der nicht Alpha sein durfte.
Aus privaten Gründen also? Weil New York doch die Stadt der unbegrenzten Möglichkeiten war? Aber ein Blick in das müde Gesicht der Alphawölfin und er wusste, dass es auch die Stadt der unbegrenzten Todesursachen war. Und das hatte nichts mit dem gefährlichen Wildleben zu tun. Es sei dann, man zählte Rogues zum heimischen Wildleben dazu. In Australien waren sie das immerhin nicht. Zumindest nicht in diesen Massen.
Also vielleicht die Mischung aus Beidem. Ein bisschen Lüge, ein bisschen Wahrheit. Aber dabei immer charmant. „So groß Australien auch ist, so langweilig wird’s da unten. So ganz abgeschottet. Ich weiß, dass kommt jetzt unangekündigt und nicht unbedingt zur rechten Zeit, aber mein heimisches Pack ist daran interessiert, alte Beziehungen zu internationalen Packs aufzufrischen“
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BeitragThema: Re: Part I ~ Ancient Legends   Mi Jul 06, 2016 11:32 pm

Cassandra

Nachdem Finn mit seinen Getränken in Richtung des Tisches, an dem es er, Lou, Lukas und Elena es sich bequem gemacht hatten, verschwunden war, hatte sich Cassandras neue Bekanntschaft wieder soweit gefangen, dass er ihr auf ihre Frage nach seinem Aufenthalt hier eine Antwort gab. Er kam also aus Australien - dem Land in dem wohl jegliche Fauna, ob größer oder kleiner als man selbst, einen töten wollte. Klischeemäßig dafür diente die riesige Spinne im Badezimmer, die sich, nur Sekunden nach ihrem Entdecken, auf einen stürzte und das jeweilige Leben langsam und qualvoll beendete. Dann war da noch das putzig aussehende Känguru, das das komplette Gegenteil von putzig sein konnte. "Langweilig also?" echote die Alphawölfin, in Verbindung mit ihrem Klischee-Kopfkino, etwas ungläubig. Und doch musste sie, bei dem ein oder anderen Szenario, das sich in ihrem Kopf abspielte, lächeln. Als er dann jedoch noch hinzufügte, dass er eigentlich wegen der Beziehungen zwischen ihrer beider Rudel hier war, schlich sich zum ersten Mal die Frage in den Kopf der Schwarzhaarigen, wie wichtig er war. Eine solche Aufgabe, die durchaus diplomatisches Geschick und Charisma verlangte, vertraute man nicht jedem aus einem Rudel an. Er sah nicht sehr viel älter aus als die Alphawölfin selbst, also hatte er vielleicht schon mehr Erfahrung als man es ihm ansah oder er hatte eine wichtige Position inne. Dann wiederrum wunderte sie sich, wieso er allein gekommen war. Wäre sie auf dem Weg mit einer solchen Aufgabe, hätte sie vermutlich Lou mitgemommen. Und Finn. Elena wahrscheinlich auch, um nicht in Testosteron zu versinken und um Finn nicht unnötig lange von ihr zu trennen. Aber er... er reiste ganz alleine. Oder wurde es gebilligt ihn alleine reisen zu lassen? Vielleicht sind seine Mitreisenden aber auch auf dem Weg hierher gestorben - doch dafür sah er zu gelassen aus. Auch erzählt hatte er nichts derartiges. Der ihr gegenübersitzende Wolf gab ihr immer mehr Rätsel auf. "Ich denke mich erinnern zu können, dass meine Eltern einmal ein australisches Rudel erwähnt haben. Ich weiß aber leider nicht, ob es sich dabei um das Deinige handelt. Ich hatte leider nie das Vergnügen" abtwortete Cassandra mit zuckenden Schultern. "Allerdings will ich nun mein Bestes geben, sollten unsere beiden Rudel schon einmal Kontakt gehabt haben, diese Beziehung zu erneuern" fuhr sie dort und lächelte den Australier mit einem entschlossenen Blick an. "Und falls du Finns Verhalten in den falschen Hals bekommen haben solltest, er hat es nicht böse gemeint. Wir New Yorker" - eigentlich war nur Finn so - "sind ein Völkchen für sich. Willkommem in New York City, bleibt mir da wohl nur noch zu sagen" ergänzte die Alphawölfin noch, sollte der australische Wolf Finn wirklich falsch verstanden haben.
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