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 Anya AU - Privi von Vivi und Feu~

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Feuerchen
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BeitragThema: Anya AU - Privi von Vivi und Feu~   Sa Feb 21, 2015 12:30 am

Alec war kein Fan von Franzosen. Er hatte geglaubt, es wäre um Einziges einfacher, sich zumindest für den Zeitraum von ein paar Wochen mit einem Land voller gutem Wein, teurem Modegeschmack, gutem Essen und hübschen Frauen anfreunden zu können. Er hatte geglaubt, mit einer Weltsprache wie Englisch käme er überall weiter. Immerhin war sein Aufenthalt in Paris nicht der Einzige Stopp, den er in Europa hatte machen müssen, um Beziehungen zu internationalen Packs zu erfrischen, verstärken oder gar erst aufzubauen. Französisch sprach er nämlich nur in Bruchstücken. Und lieber schwieg er sich und versuchte mit eindringlicher Einschüchterung sein Gegenüber dazu zu zwingen, mit ihm auf Englisch zu kommunizieren, als dass er drei Anlaufe bräuchte, um sich auf Französisch vorzustellen und ein Omelett zu bestellen.
Was ihn deshalb besonders an der Landesbevölkerung störte, war die Tatsache, dass sie sich nur ungern auf das Niveau herab begaben, etwas Anderes als ihre eigene Muttersprache zu sprechen. Dass Alec von ihnen dabei genau das verlangte, was er so entschieden ablehnte, war eine Ironie, die er großzügig übersehen konnte. Der in den Genen veranlagte Stolz und die daraus resultierende Arroganz, die manche Menschen hier so offen auf der Brust mit sich trugen, war nichts für Alec. Wo blieb dann noch Platz für sein eigenes Ego?
Priorität seines Aufenthaltes war das einheimische Pridem Pack. Seinen Vater hatte man international unter geteilten Meinungen gekannt. Alec war jung. Zu jung für einen Alpha, wie es aus manchen Ecken munkelte. Für Alec galt es, diese Meinungen ein für alle Mal zum Verstummen zu bringen. Nachdem er endgültig die Führung seines eigenen Packs übernommen hatte und er darauf vertrauen konnte, sein Pack für einige Wochen ohne seine direkte Anwesenheit hinterlassen zu können, war er nach Europa aufgebrochen, um sich den seinem Vater damals bekannten und teilweise eng vertrauten Alphas als dessen rechtmäßiger Nachfolger vorstellen zu können. In Paris gab es außerdem akute Probleme mit einer Gruppe von Rogues, die sich für ihn möglicherweise als willkommene Gelegenheit bewiesen, das Vertrauen und die Zusage des anderen Packs zu gewinnen. Immerhin sprachen sie Englisch. Das erleichterte die wirklich wichtige Kommunikation um Einiges.
Momentan war es nur wichtig, dass er es geschafft hatte, sich ein Bier zu bestellen und es am Ende auch bekommen hatte. Drei Tage war er bereits in Paris. Die meiste Zeit hatte er der Höflichkeit halber in den vier Wänden des Pridem Packs verbracht. Jetzt war es Zeit für einen Tapetenwechsel. Damit hatte er durchaus das edle Hotelzimmer um die Ecke meinen können. Tatsächlich saß er aber in einer kleinen Bar. Was genau ihn hier her getrieben hatte, war unklar. Es handelte sich weder um eine typische Touristenbar, noch um eine Bar für seinesgleichen. Um ihn herum wurde ausschließlich Französisch gesprochen und die leise Musik aus der beinahe antiken Jukebox im Hintergrund konnte die flüssige Melodie der fremden Sprache nicht übertönen. Er nahm ein Schluck von dem Bier und musste zugeben, dass es in Europa tatsächlich besser schmeckte als in Amerika. Herber und bitterer.
Die Bar war nicht besonders voll. Dafür war es noch nicht spät genug. Und Alec war sich ziemlich sicher, dass er nicht lange bleiben würde. Er war kein spontaner Mensch. Er hatte nur einen Drink gewollt und war zufällig an dieser Bar vorbeigekommen. Außerdem konnte es sich als nützlich erweisen, vielleicht auf andere Werwölfe zu treffen, die nicht am Rockzipfel des Alphas hingen. Mal hinter die Kulissen zu blicken und ungewaschene Meinungen zu hören. Oder Gerüchten über die lästige Gruppe von Rogues nachzugehen.
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Vivi
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BeitragThema: Re: Anya AU - Privi von Vivi und Feu~   Sa Feb 21, 2015 11:54 pm

Paris war groß, reisig für Enyas Empfinden. Die Leute hatten sich vemehrt noch nach dem Untergang der Sonne aus ihren Häusern und Wohnungen gewagt, um den Abend, schön herausgeputzt, in Club, Bar, Kino ode in einem der vielen noblen Restaurants zu verbringen. Die breite Kulisse aus undefinierbaren Geräuschen, Gerüchen und blinkenden Lichtern war wie ein wilder Traum für die Irin. Die Metropole war ihr so fremd und gleichzeitig schön, wie die riesigen Wälder ihrer Heimat ihr vertraut waren. Neugierig und mit großen Augen lief sie durch die Stadt, bestaunte den Eifelturm, verharrte fasziniert vor dem Centre Pompidou und schlenderte an den überteuerten Geschäften der Champs Elysée vorbei. Natürlich hatte sie nicht genug Geld, um überhaupt einen dieser Läden guten Gewissens betreten zu können, doch das störte sie recht wenig. Etwas so abstraktes wie Geld, hatte für die Irin noch nie eine große Rolle gespielt. Die wenigen Münzen, die ihr noch von dem Geld geblieben waren, das ihr ihre Großmutter mit auf den Weg gegeben hatte, klapperten leise und verloren in der Tasche ihrer ausgeblichenen Jeans. Auf einem der Gehsteige kam ihr eine Gruppe junger Franzosen entgegen, die ihr winkten und etwas entgegen riefen, was nach einem Kompliment klang. Enya lächelte fröhlich und schlenderte weiter, sog all die fremden und neuen Eindrucke auf. Zu erfahren, dass es noch so viel mehr hinter den Wäldern ihrer Heimat gegeben hatte, hätte sie vor kurzem nicht zu glauben gewagt.
Fränzösisch konnte Enya keines. Doch auf der Fähre von Dover nach Calais hatte ihr ein netter Mann, nach einem gemeinsamen Nachmittag auf dem Deck, einen kleinen Reiseführer für Paris geschenkt. Die dort enthaltenen klischeehaften Floskeln hatte sich die Dunkelhaarige schnell eingeprägt, wobei ihre Aussprache jedoch mehr ihrer Fantasie entsprang, als dass sie straßentauglich war. Dennoch, ihre unbeholfen gestellten Fragen nach dem Weg zum "tüüür Effäääl" oder dem Kauf eines "Bagäättes" riefen jedes Mal ein mildes Lächeln auf den Gesichtern der Franzosen hervor. Wenn man sich bemühte ihre Sprache zu sprechen, waren die Pariser sehr umgängliche Menschen.
Enya hielt inne und zählte im Kopf das Geld, das ihr noch blieb. Unsicher blies sie die Backen auf und ließ die Luft geräuschvoll entweichen. Für eine Unterkunft würde das bestimmt nicht mehr reichen. Ihr Zimmer hatte sie noch für drei Tage vorbezahlt, dann würde sie wohl weiter ziehen müssen. Sie zuckte mit den Schultern. Dann konnte sie den Rest auch genauso gut für ein Bier ausgeben. Paris war zwar unsagbar teuer, aber so schien das in den großen Städten zu laufen. Also steuerte Enya die erste Bar an, die sie fand und trat neugierig ein. Der Geruch nach Zigaretten hüllte sie sofort ein, weshalb sie auch den eigentlich offensichtlichen Geruch der anderen anwesenden Wölfen nicht wahrnehmen konnte...

(Sorry...)
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BeitragThema: Re: Anya AU - Privi von Vivi und Feu~   So Feb 22, 2015 11:06 pm

Unmotiviert schwappte der letzte Schluck des goldenen Getränkes in dem Glas hin und her, als es energisch auf dem Tisch abgestellt wurde. Ein wechselnder Blick zwischen dem bedauernswerten Rest Bier und der antiken Uhr über dem Tresen, die sich einfach nicht in der Geschwindigkeit bewegen wollte, in der Alec sie gerne hätte. Jetzt zurück ins Hotel zu gehen, war reine Zeitverschwendung. Zumal er dort auch nicht geschlafen hätte. Ein Bier konnte er sich noch genehmigen. Vielleicht würde es das Einschlafen später erleichtern.
Den letzten Schluck nahm er noch im Aufstehen zu sich, bevor er das Glas lautstark zurück auf den Tisch stellte und sich in Richtung Tresen begab. Wo er doch sowieso auf dem Weg war, hätte er natürlich auch so zuvorkommend sein können, das Glas gleich mitzunehmen, einem armen Keller so zumindest einen unnötigen Fußweg zu ersparen. Aber Alec war mit Sicherheit kein Kellner und hatte absolut kein Interesse daran, dessen Job für auch nur eine Sekunde selbst zu erledigen.
Die Bar zu relativ früher Stunde wie dieser noch leer genug, um ohne lästiges Drängeln und Warten eine Bestellung abgeben zu können. Alec fiel nur noch das französische Wort für Bier ein. Den Satz darum herum konnte er nicht bauen und versuchte es deshalb lieber mit Gestik und gutem alten Englisch, als dass er wie ein Kleinkind ohne vernünftigen Satzbau nach dem Getränk auf einer fremden Sprache verlangte. Obwohl der Barkeeper die Nase rümpfte und offensichtlich keinen Gefallen an dem Schwarzhaarigen gefunden hatte – eine Empfindung, die immerhin auf Gegenseitig beruhte – ging der Umsatz damit wohl oder übel der Kunde doch vor und Alec bekam sein Bier mit nur kurzer, sturer Verzögerung. Für ein Danke reichte das nicht aus, obwohl Alec zumindest das französische Wort dafür gekannt hätte.
Als er sich umdrehte, musste er feststellen, dass sein Platz, der sich so wunderbar abgelegen in einer Ecke befunden hatte, aus der man genau hatte beobachten können, wer die Bar betrat oder wieder verließ, belegt war. Sichtbar missmutig presste er die Lippen aufeinander und wog kurz ab, ob es sich lohnte, den Platz zurückzuverlangen. Im Weg stand ihm eine ganze Gruppe lachender Franzosen und Alec ging ganz automatisch davon aus, dass es sich bei ihnen nur um Menschen handelte. Es gab kein Szenario, in dem der Wirt ihn nicht aus der Bar geschmissen hätte, wenn er deshalb einen Aufstand gemacht hätte. Auf fremdem Territorium einen Kampf mit Menschen anzuzetteln, den er immerhin nur gewinnen konnte, las sich nicht besonders gut in der Zeitung.
Also blieb Alec stehen, hoffte, dass die jetzt praktische Nähe zur Bar ihn später nicht zu einem weiteren Drink veranlassen würde.

(But sorry for what? Hüüüü! )
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BeitragThema: Re: Anya AU - Privi von Vivi und Feu~   Do März 05, 2015 1:36 pm

Fast schon übertrieben theatralisch sog Enya die abgestandene Luft der Kneipe in ihre kleinen Lungen und versuchte, die Düfte zuzuordnen. Doch viel war nicht zu entdecken, hinter der dichten Wand aus Rauch vermischt mit einem Hauch von Alkohol. Trotzdem schlich sich ein Lächeln auf ihre breiten Lippen, oder gerade deswegen.
Der wenige Kontakt zur Zivilisation, den sie außerhalb ihres Clans hatte, beschränkte sich auf seltene Besuche solcher heruntergekommenen Spelunken. Der Geruch erinnerte sie an ihr Leben in Irland. Und daran, wie ihr Vater sie immer mit in die irischen Pubs geschmuggelt hatte. Trotz ihres damals zarten Alters, hatte niemand etwas dagegen einzuwenden gehabt, also verband die Dunkelhaarige diesen Geruch mit der Geborgenheit, die sie in der Gegenwart ihres Vaters verspürt hatte.
Die Melancholie der letzten Wochen traf sie wieder und ihr Lächeln wurde wehmütig. Der seelische Schmerz des Verlustes ihres alten Lebens und ihrer geliebten Familie, brach hinter der Mauer aus neuen Eindrücken und ungewöhnlicher Bekanntschaften hervor und sie schwankte leicht.
Langsam, fast bedächtig schlich sie zur Bar und kramte wie nebenbei die letzten Münzen aus ihrer Tasche hervor. Dann setzte sie sich auf einen der Barhocker, die für ihren Geschmack etwas zu hoch waren und wartete, bis sie die Aufmerksamkeit des Barkeepers hatte.
Eine Weile überlegte sie, was das Wort für „Bier“ war, was im französischen jedoch Gott sei Dank ähnlich klang.
„Ehm… un bière s’il vous plaît?“, brachte sie mühsam hervor und schenkte dem Betreffenden ein entschuldigendes Lächeln. Der Barkeeper, ein großer, dunkelhäutiger Mann, nickte freundlich und machte sich daran, ihre Bestellung auszuführen. Seufzend blickte Enya sich um.
Neben ihr an der Bar oder in unmittelbarer Nähe standen nur wenige Menschen. Ein junges Pärchen, welches sich laut und angeregt auf Französisch unterhielt. Eine alte Frau, die mit leerem Blick in ihr dreckiges Glas schaute. Sie schien mit dem Mobiliar des Etablissements zu verschmelzen.
Und ein junger Mann mit dunklen Haaren und einem gut gebauten Körper, der etwas verloren in der Nähe stand. Enya betrachtete ihn lang und ausgiebig. Was war nur passiert, dass ein Mann in so jungen Jahren bereits so einen düsteren Blick trug? Welche Laus war dem wohl über die Leber gelaufen?
Neugierig starrte Enya weiter und stützte ihren Kopf dabei auf ihre Hand. Ohne sich im Klaren darüber zu sein, dass ihr Gaffen eventuell unhöflich sein könnte, wandte sie ihren Blick nicht ab.
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BeitragThema: Re: Anya AU - Privi von Vivi und Feu~   Di März 17, 2015 4:11 pm

Es brauchte keine übernatürlichen Werwolfsinne, um ein Gespür dafür zu haben, dass man beobachtet wurde. Diese Situation konnte entweder etwas seltsam Erdrückendes, oder aber etwas angenehm Bestätigendes an sich haben. Worum es sich im Einzelfall genau handelte, ließ sich erst herausfinden, sobald die Quelle der neugierigen Blicke ausfindig gemacht worden war. So groß und überfüllt war die Bar zum Glück nicht. Alec hob den Blick von seinem Bier mit einer wissenden Ruhe und ließ ihn sehr langsam und beiläufig über das Etablissement um ihn herum schweifen.
An der Bar kreuzte sich sein Blick mit dem einer jungen Frau. Für Gerüche war er längst nicht mehr besonders empfänglich. Zu viel Zigarettenrauch und zu stark aufgetragenes Parfüm. Trotzdem glaubte er, einen anderen Werwolf riechen zu können. Und die leichte Art, mit der sie ihren Körper operierte, sowie ihre ohne Zweifel einnehmende Ausstrahlung ließen ihn annehmen, dass ihn seine Sinne nach nur einem Bier noch längst nicht trübten und er vielleicht tatsächlich seinesgleichen gefunden hatte.
Er ließ sie wissen, dass er ihren Blick bemerkt hatte und sich außerdem bewusst war, einen anderen Werwolf gefunden zu haben, indem er sein Glas bis zur Brust hob und ihr knapp zunickte, nur der Ansatz eines Lächelns an seinen Mundwinkeln ziehend.

(Sorry >.<)
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BeitragThema: Re: Anya AU - Privi von Vivi und Feu~   Fr Aug 21, 2015 11:21 am

Der schöne fremde Mann, der allein des Nachts in einer Bar saß... Das klang wie der Beginn eines romantischen Abenteuerromans. Nur, dass dies die Wirklichkeit war.
Wer war er? Warum saß er dort ganz allein, obwohl er aussah wie jemand, der die Frauen um sich scharte, wenn er es wollte? Was war sein Geheimnis? Enya wickelte nachdenklich eine Locke um ihren Zeigefinger, als sie den jungen Mann mit neugierigen Blicken zu ergründen versuchte. Die weltfremde junge Frau dachte nicht einmal im Entferntesten daran, dass sie aufdringlich wirken könnte, weshalb sie sich auch nicht schämte, als der mysteriöse Fremde plötzlich ihren Blick erwiderte.
Mehr noch nahm die Wölfin seine kurze, verschworene Geste wie eine Einladung sich zu ihm zu gesellen.
Ohne den Blick von ihm zu wenden legte die junge Frau ihr letztes Geld auf den Tresen und wartete kurz, bis der Barkeeper ihr das volle Glas hingestellt hatte. Die kleine Wölfin merkte erst jetzt wie durstig sie war.
Schnell schnappte sie sich den Alkohol und schlenderte ohne zu zögern zu dem einsamen Wolf. Dass es sich bei dem Schwarzhaarigen ebenfalls um einen Werwolf handelte, fiel ihr nicht mal in Traum ein, zumal ihre animalischen Instinkte durch die vielen neuen Eindrücke in ihrem Leben fast vollständig unterdrückt worden waren.
Elegant lies sie sich Alec gegenüber nieder. Bevor einer von beiden etwas sagen konnten, nahm Enya einen tiefen Schluck aus ihrem Glas und stellt es behutsam vor sich ab.
Dann schenkte sie ihrem Gegenüber ein breites, gewinnendes Lächeln. Ihre perlweißen Zähne zwischen den markanten Lippen schimmerten im Dämmerlicht.
Zurückhaltung hatte die kleine Wölfin aus den tiefen Wäldern Irlands nie gelernt.
"Mein Name ist Enya und wie heißt du?"
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BeitragThema: Re: Anya AU - Privi von Vivi und Feu~   Mi Nov 11, 2015 1:09 am

Obwohl die Einladung deutlich gegeben war, hätte Alec doch nicht einschätzen können, ob sie letztendlich auch genau so ankommen und verstanden werden würde. Die Vermutung, dass es sich bei ihr um seinesgleichen handeln könnte, war schlussendlich auch nur das – eine bloße Vermutung. Dass sie also weder eine zweite Einladung brauchte, noch großartig auf sich warten ließ, war eine willkommene Überraschung, die Alec mit einem knappen Lächeln entgegen nahm.
Weit weg hatte sie ja nicht gestanden und die paar Schritte waren schnell überwunden. Sie war kleiner, als er geschätzt hatte, aber das tat ihrer einnehmenden Präsenz keinen Abbruch. Von weitem noch durch das kerzenscheinartige Licht im Pub verhüllt, war sie nun besser zu erkennen. Hübscher noch, als er hätte erahnen können. Das ansteckende Lächeln ging an diesem Abend selbst an ihm nicht vorbei und der Blick auf die große Uhr an der Wand begrenzte sich nur auf den Bruchteil einer Sekunde. Denn, ja, es war noch Zeit für einen dritten Drink.
Sie schien nicht erpicht, ein Geheimnis aus sich oder der Situation zu machen und ironischerweise war es genau das, was Alec schätzte. Gerüche waren außerdem immer noch verschwommen. Er glaubte noch immer, sich nicht in ihr getäuscht zu haben, hätte seine Hand dafür jedoch nicht ins Feuer gelegt. Er würde also vorsichtig bleiben, was er preisgeben konnte.
Sein Name, jedoch, sollte kein Geheimnis bleiben.
„Alec“ stellte er sich gewohnt knapp vor und warf dann einen Blick auf ihr Glas, überlegte kurz, ihr einen weiteren Drink zu bestellen, entschied sich dann aber dagegen, wollte erst sehen, wie sich die Sache entwickelte. „Was verschafft mir die Ehre?“ Er nahm einen Schluck aus seinem Glas und lehnte sich nur halbherzig gegen die Theke.
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BeitragThema: Re: Anya AU - Privi von Vivi und Feu~   So Nov 15, 2015 2:49 am



Seine dunklen Haare und Augen, die klar durch den dichten schmutzigen Rauch des Etablissements schauten, faszinierten Enya mehr und mehr. Wer war der gutaussehende Fremde? Was hatte er an diesem Ort zu suchen? In einer Absteige, die billigen Alkohol für nahezu leere Taschen verkaufte. Selbst im Zwielicht konnte die junge Wölfin erkennen, dass seine Kleidung aus den teuren Boutiquen stammen musste, an denen sie tagsüber sehnsüchtig vorbei gelaufen war.
Enya konnte sich nicht erklären woher sie wusste, dass ihr Gegenüber normalerweise nicht an solch schäbigen Orten zu trinken pflegte. Sie kannte ihn kaum, hatte gerade einmal seinen Namen erfahren, doch er machte seinerseits klar, dass er einem Gespräch nicht abgeneigt war.
"Alec",wiederholte sie seinen Namen langsam und kostete jeden Buchstaben einzeln aus. Ein Lächeln lag nach wie vor auf ihren breiten Lippen, als sie sich niedersetzte.
"Ist das die Kurzform für einen längeren Namen?", sie stellte diese Frage nicht aus den Drang heraus ein Gespräch zu führen. Gezwungener Smalltalk war ein Fremdwort für die neugierige junge Frau. Sie war ehrlich interessiert. Tief in ihrem Inneren hoffte sie, dass es sich bei Alec, dem mysteriösen Fremden der nicht an diesen Ort zu passen schien, um ein Mann mit einer spannenden Geschichte handelte. Enya wollte Abenteuer.
Sie verspürte sofort den Drang das Geheimnis hinter den wachsamen Augen zu lüften, denn sie war sich sicher, dass dort etwas lag. Verspielt neigte sie den Kopf um ihren forschenden, fast schon aufdringlichen Blick zu verschleiern, während sie auf seine Antwort wartete. Das Bier auf den Tisch vor ihr, blieb vorerst unberührt
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BeitragThema: Re: Anya AU - Privi von Vivi und Feu~   Do Nov 19, 2015 10:33 pm

Eine scheinbar unschuldige Frage, die er dennoch nicht alltäglich hörte und die ihn deshalb in ihrer Einfachheit und Direktheit klammheimlich überraschte, forderte gerade dazu auf, vorerst einen Schluck von seinem Glas zu nehmen, um die Antwort in die Länge zu ziehen oder seinem Gegenüber die Möglichkeit zu geben, sich selbst zu erklären. Das minderte den Effekt des Antklimaxes nicht, als er letztendlich nur den Kopf schütteln konnte, weil seine Eltern keinen längeren Namen im Kopf gehabt hatten, als sie ihm den seinen gaben. Zumindest war ihm das nicht bekannt.
„Nur Alec“
Er wusste nicht, auf welches Gesprächsthema sie mit dieser Frage vielleicht aus gewesen war, ob ihr tatsächlich der Sinn nach Smalltalk über solch Banalitäten gestanden hatte. Und er würde es wohl auch nicht erfahren, hatte er doch in dieser Hinsicht nicht die passende Antwort zu bieten gehabt. Was ihn nun aber tatsächlich interessierte, war die Tatsache, dass sie ihn in der eigenen Muttersprache angesprochen hatte, sich dadurch nicht als Heimische zu erkennen gab. Der prägnante Akzent von der Insel außerdem stark genug, um jegliche Zweifel zu verbannen. „Bist du auf der Durchreise?“ fragte er sie nun im Gegenzug und ertappte sich dabei, wie er sich tatsächlich für die Antwort interessierte.
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BeitragThema: Re: Anya AU - Privi von Vivi und Feu~   So Nov 22, 2015 10:38 am


Die wenig beeindruckende Antwort auf Enyas Frage war ernüchternd. Die kleine Frau zog kurz ungewollt einen Schmollmund. Kein langer Name, der von einer spannenden Herkunft zeugte. Kein Adelstitel oder Indiz auf eine komplexe Familiengeschichte... Doch so schnell gab Enya die Hoffnung nicht auf, einem Geheimnis des Schwarzhaarigen auf die Schliche zu kommen.
Als wäre ihr Gegenüber ein Spiegel, nahm sie ebenfalls einen Schluck aus ihrem Glas. Das herbe, eisgekühlte Getränk stillte ihren Durst und ihr wurde klar, wie sehr sie sich nach etwas zu trinken gesehnt hatte.
Im Gegensatz zu Alec, der das Glas sofort wieder abstellte, gierte ihre trockene Kehle nach mehr. Auf den Geschmack gekommen, trank sie das ganze Getränk, das sie sich mit ihrem letzten Geld gekauft hatte, in einem Zug leer. Die Kohlensäure brannte unangenehm in ihrer Kehle, doch das war ihr egal. Ein schmaler Streifen des weißen Schaums blieb auf ihrer breiten Oberlippe zurück und schien auf der dunklen Haut der Wölfin beinahe zu leuchten. Verspielt und auch ein kleines bisschen beschämt leckte sie sich über die Oberlippe und spielte mit dem leeren Glas vor ihr auf der rauen Tischplatte.
War sie auf der Durchreise? Enya hatte ehrlich gesagt keine Ahnung.
"Ich... Eigentlich ja... Vermutlich. Wer weiß? Vielleicht bleibe ich auch hier. Paris ist schön. Aber nein halt! Ich will mehr von der Welt sehen. Also könnte man schon sagen, dass ich auf der Durchreise bin.",nachdenklich legte sie den Kopf schief, nachdem sie ihren Redefluss beendet hatte. Ihre dunklen Haare folgten der Bewegung abrupt und rutschten ihr über die Stirn. Die Wärme des Alkohols breitete sich langsam in ihrem Körper aus und hob ihre Laune noch weiter an.
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BeitragThema: Re: Anya AU - Privi von Vivi und Feu~   Sa Nov 28, 2015 10:22 pm

Normalerweise hätte Alec noch abgewartet und abgeschätzt, ehe er sein Geld an die eigentlich doch noch immer Fremde verschwendet hätte. Aber ihr beeindruckender, sowie überraschender kleiner Patrytrick, das Glas so ganz ohne Vorwarnung in einem letzten Zug zu leeren, hatte sich definitiv eine zweite Runde verdient. Und ohne den Blick wirklich von der Dunkelhaarigen abzuwenden oder sie überhaupt um Erlaubnis zu fragen, hob er die Hand, um dem Barkeeper zu signalisieren, dass er zwei weitere Bier bekäme.
Ihre Antwort war letztendlich jedoch mehr Fragen auf, als dass sie sie klärte und Alec nickte kurz, notierte sich innerlich, dass sie, wie erwartet, tatsächlich auf der Durchreise war – wenn auch etwas umständlich formuliert. „Das trifft sich gut“ meinte er im selben Moment, in dem ihn die beiden neuen Drinks erreichten. Den einen schob er zu Enya herüber, während er den anderen neben seinem noch leicht gefüllten Glas stehen ließ. „Das bin ich auch“ Er senkte den Blick für nur den Bruchteil einer Sekunde, stützte sich in dem Moment auch mit etwas mehr Gewicht auf den Tresen. „Und das wohlmöglich noch eine ganze Weile“ Dass er weder gerne auf der Durchreise, noch gerne in Paris war, schwang dabei deutlich in seiner Stimme mit. Kurz zogen sich seine Augenbrauen zusammen, bevor er dann erneut nach dem Glas griff, Enya ein Mal durch die Luft zu prostete und „Cheers“ murmelte.
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BeitragThema: Re: Anya AU - Privi von Vivi und Feu~   Di Dez 01, 2015 1:42 am

Enya hatte nicht direkt versucht ihren Gegenueber dazu zu bewegen, ihr ein weiteres Getraenk auszugeben. Doch in diesem Moment, als Alec seine schlanke blasse Hand hob, um dem Barkeeper unmissverstaendlich eine zweite Order zu geben, bemerkte die kleine Woelfin, wie sich ein breites Laecheln ueber ihr Gesicht zog.
Sie sagte dazu ganz bestimmt nicht nein. Der Fremde, sah er noch so duester und kuehl aus, wurde ihr immer sympathischer. Steckte hinter den dunklen Augen und dem schwarzen Haaren eine warme, weiche Seele? Sie hoffte es zumindest. Eine Sekunde lang, waehrend sich die Waerme des Alkohols immer weiter in ihrem Koerper ausbreitete und ihre dunklen Wangen ein wenig roetlich faerbte, fragte sie sich, ob sie nicht doch einem Rouge gegenueber sass... Die blasse Haut und die kuehle Aysstrahlung hatte er, doch Enya schuettelte energisch den Kopf um diesen dummen Gedanken zu verbannen. Welcher Blutsauger wuerde hier in einer Bar sitzen, zusammen mit anderen Menchen, und seelenruhig Alkohol trinken?
Die letzten Zweifel verflogen, als Alec ihr eroeffnete, dass er ebenfalls aus der Ducrchreise war- natuerlich, er schien genauso wenig in die pariser Bevoelkerung herein zu passen, wie sie selbst. Neugierig lehnte die Schwarzhaarige sich ein kleines Stueck weiter in seine Richtung.
"Woher kommst du?", fragte sie, nachdem sie ihm zugeprostet hatte. Enya hatte noch zu wenig von der Welt gesehen und gehoert, als dass sie seinen New Yorker Akzent einzuschaetzen vermochte.
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BeitragThema: Re: Anya AU - Privi von Vivi und Feu~   Di Jan 12, 2016 9:13 pm

Der Wille, sein erstes Bier mit einem letzten Schluck zu leeren, verzögerte seine Antwort um ein paar Sekunden. Dabei hatte er nicht vor, unnötige Geheimnisse oder Mysterien zu kreieren. Nicht, solange ihm Enya keinen Grund dazu gab.
„New York“ kam also die Antwort, beinahe beiläufig. Erst dadurch wurde ihm bewusst, wie selten er die Staaten je verlassen hatte und, dass er diesem Ort fremder sein musste, als die Europäerin es je sein würde. Sofern er ihren Akzent richtig eingeschätzt hatte. Nach einer so weiten Anreise war man jetzt nicht einfach nur ‚auf der Durchreise’. Dann hatte man ein Ziel. Enya hingegen…Alec bedachte sie eines weiteren Blickes. Die Weltenbummlerin nahm er ihr durchaus ab. Sie wirkte offen, spontan, weil sie sich doch so schnell und einfach auf ein Gespräch mit ihm eingelassen hatte. Und vor Allem war sie auf eine zeitlose und unbeschwert natürliche Art und Weise sympathisch. Nicht die Art von Gesellschaft, mit der Alec sich tagtäglich umgab und trotzdem vertraut. Vielleicht gerade deshalb so interessant.
„Also, Enya…“ Er lehnte sich leicht zu ihr herüber, den Arm auf die Theke gelegt. „…auf der Durchreise aus…Irland?“ Eine vermeintliche Frage, die Augenbrauen sogar leicht nach oben gezogen, obwohl er sich seiner Annahme sehr sicher war. „Und jetzt einfach so an dem offensichtlichen schönsten Ort der gesamten Stadt gelandet“ Seine Worte berauchten keiner besonderen Betonung, um ihren Sarkasmus zu verdeutlichen.
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BeitragThema: Re: Anya AU - Privi von Vivi und Feu~   Mo Feb 01, 2016 3:15 am

Neugierig wanderte ihr Blick über Alec. Seine stechend intelligenten Augen, die Haare, die im Gegensatz zur vernebelten Luft fast schon schimmerten. Seine dunkle Kleidung.
Fast schon andächtig verlor sie sich für einen Augenblick in seiner Ausstrahlung. Er hatte trotz seines zuerst unauffälligen Aussehens eine Aura, die von Stärke zeugte, und von jedem Respekt verlangte. Als ihr Gegenüber ihr offenbarte woher er kam, huschte ein Lächeln von fast kindlicher Faszination über ihr Gesicht. Sie war gerade einmal von Irland nach Paris gekommen. Die USA erschienen ihr im Moment noch wie ein Traum, der weit in ferner Zukunft lag.
Ich hatte Recht gehabt, schoss es Enya triumphierend durch den Kopf. Alec war wirklich äußerst faszinierend. Sie bereute es kein bisschen sich zu ihm gesellt zu haben.
"Jap, Irland war mein zu Hause und jetzt bin ich auf der Suche nach einem neuen.", sie spielte nachdenklich mit einer dunklen Locke, zwirbelte sie zwischen ihren kleinen Fingern hin und her.
"Ich hab schon schlimmere Abstiegen gesehen.",war ihre verschmitzte Antwort auf seine spöttische Anmerkung, "Außerdem machen erst die anwesenden Menschen einen Ort wirklich interessant..."
So zwinkerte ihm verschwörerisch zu und nahm einen kleinen Schluck von dem neuen Bier.
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BeitragThema: Re: Anya AU - Privi von Vivi und Feu~   Mi Feb 03, 2016 11:18 pm

Das fast schon unfreiwillige Lächeln versteckte Alec nur halbherzig hinter dem erneut an die Lippen gehaltenen Bierglas, von dem er sich einen weiteren Schluck gönnte, die Worte der eigentlich noch Fremden kurz im Kopf Revue passieren ließ. Sie war direkt. Aber nicht auf die unangenehme oder langweilige Art. Ganz im Gegenteil sogar, gefiel ihm die Richtung, die ihr gemeinsames Gespräch nahm, auch wenn er das Ziel davon noch nicht im Auge hatte, weil ihm eine Menge unerwarteter Wendungen möglich schienen.
Er fragte sich kurz, was sie dazu veranlasst haben könnte, ihr altes Zuhause zu verlassen. Das war nicht ungewöhnlich unter seinesgleichen. Prägungen konnten durchaus die stärksten Familienbande durchtrennen und Rogues nahmen keine Rücksicht auf Verluste. Die Gründe wahrscheinlich zu persönlich, um sie auch laut zu hinterfragen. Außerdem hatte er das angenehme Gefühl, sie im Laufe der Nacht überhaupt nicht persönlich fragen zu müssen, um am Ende doch noch eine Antwort zu erhalten.
„Achso?“ hakte er auf ihre letzten Worte weiterhin nach. Er schien skeptisch, seine Gesichtszüge wurden jedoch im nächsten Moment schon wieder sanfter. „Ich gebe zu, dass der Ort tatsächlich schon ein bisschen interessanter geworden ist“ Er nickte ihr wissend zu, nahm dann einen erneuten Schluck, warf einen knappen Blick über seine Schulter und war äußerst zufrieden, die Eckbank, die er zuvor selbst besetzt hatte, wieder frei zu finden. Mit einer knappen Kopfbewegung deutete er auf die freien Plätze, sprach die Stumme Frage dennoch aus. „Willst du dich setzen?“
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Vivi
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BeitragThema: Re: Anya AU - Privi von Vivi und Feu~   Mo Apr 04, 2016 7:46 am

Enya

Statt zu antworten setzte sich Enya keck neben ihren neuen Freund. Sie fuhr sich mit beiden Händen abwechselnd durch ihre ungebändigten Haare und schenkte Alec ein hinreißendes Lächeln.
Gerade wollte sie etwas sagen, da fiel ihr Blick auf eine Uhr. Das Glas war von den Dunst der Bar schmutzig gelb verfärbt, doch sie schien annähernd richtig zu gehen. Die Zeiger zeigten Viertel vor zwölf.
"Oh verflucht schon so spät!", rief sie und sprang sofort wieder auf. Sie hatte um Mitternacht etwas Tolles vor, etwas von dem sie gerade an diesem Tag erfahren hatte. Etwas, dass sie sich nicht entgehen lassen wollte.
Gleichzeitig hatte die Wölfin aber auch große Lust, Alec noch ein wenig näher kennen zu lernen. Seine raue, kühle Aura faszinierte sie.
Dann musste sie ihn wohl oder übel mitnehmen.
Ein schiefes Grinsen huschte erneut über ihr Gesicht. Mit einem Zug trank sie resolut ihr Glas leer und stellte es lautsstark auf die alte Theke zurück.
"Trink aus, mein neuer Freund", sagte sie theatralisch, mit einem verschlagenem Funkeln in den Augen, "ich entführe dich jetzt spontan! Wohin wird nicht verraten aber ich lasse dir keine Wahl!"
Enyas Überzeugungstaktik lag darin, ihren Gegenüber erst zu überrumpeln und ihm anschließend die Entscheidung abzunehmen. Die kleine Wölfin wusste, wie überzeugend sie sein konnte.
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Feuerchen
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BeitragThema: Re: Anya AU - Privi von Vivi und Feu~   Mi Apr 13, 2016 4:50 pm

Leicht genervt und innerlich schon auf die allgegenwärtig bekannte ausgelutschte Ausrede eingestellt, verzog Alec leicht das Gesicht. Es war schon so spät. Sie hatte noch eine Verabredung oder vielleicht musste sie morgen früh raus. In beiden Fällen würde es auf dasselbe Ergebnis hinauslaufen und damit wollte sich Alec nicht zufrieden geben, würde es aber doch müssen. So schien es zumindest bis Enya sich plötzlich erklärte und damit all diese Annahmen zunichte machte. Nur ganz leicht vor den Kopf gestoßen wirkte er jetzt noch, zögerte kaum merklich, bevor er das Glas tatsächlich wieder an den Lippen ansetzte und wie von ihm verlangt in einem Zug leerte. Dabei handelte es sich jetzt schon um das dritte Bier und während das noch lange nicht ausreichte, um ihn tatsächlich in einen angetrunkenen Zustand zu versetzen, machte es sich dennoch ganz langsam bemerkbar. Wenn auch nur durch die Spontaneität der eigentlich noch Fremden, die ihn ebenfalls irgendwie mitriss oder durch das überraschte Lächeln, das sie ihm mit ihrer Überschwänglichkeit entlockte.

Er hatte eigentlich nicht vor gehabt, die Nacht noch weiter in die Länge zu ziehen, als er sich in dem kleinen Pub zurückgezogen hatte. Aus die andere Wölfin zu treffen war ein Schritt in die gegenteilige Richtung gewesen und jetzt wäre die Gelegenheit fast schon zu schade, um sich von ihr zu verabschieden. Wohin immer sie mit ihm auch gehen wollte, das Mindeste was er tun konnte, war, sich den Ort anzusehen. Ob es ihm dann gefiel oder nicht, konnte er später noch entscheiden und einfach wieder gehen. Geschlafen hätte er heute Nacht voraussichtlich sowieso nicht.

Also folgte er ihr – oder ging zumindest an ihrer Seite – hinaus in die bereits dunkel gewordenen Straßen Paris’, atmete sofort die frische Luft ein, die einen krassen Kontrast zur verbrauchten, stickigen Luft in dem Pub darstellte. „Also…“ meinte er draußen. „…bekomme ich einen Tip?“
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BeitragThema: Re: Anya AU - Privi von Vivi und Feu~   Fr Apr 15, 2016 7:06 am

Enya

Die Skepsis in Alecs Blick schreckte die kleine Wölfin nicht im geringsten ab. Im Gegenteil, die leichte Verwirrung die über sein blasses Gesicht huschte war so unendlich attraktiv und lies das Herz der Irin höher schlagen.
Ein breites Lächeln und ein fröhliches Funkeln in ihren Augen sollten ihrem Gegenüber Vertrauen einflößen. Gespannt wartete Enya bis Alec endlich den letzten Schluck seines Getränkes nach hinten gekippt hatte. Das war mehr als genug ein Zeichen seines Einverständnisses und mehr brauchte Enya nicht.
Auf seine Fragen hin legte die junge Frau lediglich einen Finger auf ihre Lippen und zwinkerte ihm verschwörerisch zu.
Die kühle Luft vor dem heruntergekommenen Pub war eine willkommene Abwechslung. Die Kälte war aushaltbar und ernüchternd zugleich. Das Feuer, das in der Wölfin brannte, lies sie das Stechen des Windes auf ihren nackten Armen vergessen.
Ohne Umschweife und ohne Vorwarnung griff sie nach Alecs kräftigen Arm und schlang ihre kleinen Hände so gut es ging herum. Dann zog sie ihn bestimmt hinter sich her.
Sie rannte nicht direkt doch es war eindeutig, dass sie ein Ziel vor Augen hatte, das sie so schnell wie möglich erreichen wollte. Die beiden gaben einen amüsanten Anblick ab; wie die eindeutig kleinere Frau den großen, respekteinflößenden Mann hinter sich her durch die Gassen Paris' zog. Zu Alecs Glück war keine Menschenseele unterwegs um den Anblick zu bewundern. In der Ferne hörte man das laute Lachen anderer Partygänger doch in dem Moment waren die beiden allein unter dem dunklen Nachthimmel.
Der Mond war hell genug um den Weg vor den beiden zu beleuchten. Nur selten kamen sie an einer Straßenlaterne vorbei, denn Enya hatte sich für die unkonventionelle Strecke zwischen den Häusern und Gassen der Stadt entschieden.
Sie war der Meinung, dass man weg von den Menschenmassen und Hauptstraßen die Geheimnisse einer Stadt am besten aufspüren konnte. So hatte sie am Ende auch die Bar und ihren Begleiter gefunden.
Nach etwa zwanzig Minuten, vorbei an alten Backsteinhäusern und kleinen Hinterhofbars, über die Seine und vorbei an einer alten halb zerfallenen Kirche, wurde die Wölfin plötzlich langsamer. Forschend sah sie sich um und nickte dann bestimmt zu sich selbst.
"Wir sind fast da! Siehst du die Brücke dort hinten?", sie deutete ans Ende der Straße. Im weißen Mondlicht schimmerte eine kleine Steinbrücke. Keine Menschenseele war zu sehen.
Resoluter denn je zog sie Alec hinter sich her und blieb dann mitten auf der besagten Brücke stehen. Das Konstrukt schien uralt zu sein. Sie war gerade mal fünf Meter lang. Das Wasser wirbelte schwarz unter den beiden hindurch und in der Reflektion spiegelten sich hunderte Sterne wieder. Die letzten Wolken hatten sich vom Himmel verzogen.
Gespannt und ohne ein Wort zu sagen, starrte Enya empor. In der Ferne schlug eine alte Turmuhr Mitternacht. Etwa eine Minute nachdem der letzte Schlag verklungen war, durchbrach ein lautes es Zischen die Stille der Nacht.
Eine einzelne Rakete raste gen Himmel und explodierte in einem Schwall aus roten Funken, die sich über die Milchstraße ergossen.
Eine zweite, dritte folgte und schon war der Himmel bedeckt mit bunten Funken die helle Lichtflecken auf das schwarze Wasser unter den beiden Wölfen warfen. Der Anblick war berauschend. Voll kindlicher Faszination starrte Enya zum Himmel und gab sich ganz dem Spektakel hin.
Sie bemerkte nicht einmal, dass sie noch immer Alecs Arm fest umklammert hielt.
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BeitragThema: Re: Anya AU - Privi von Vivi und Feu~   Di Apr 19, 2016 10:13 pm

Wahrscheinlich angetrieben von überschwänglichem Enthusiasmus, erschien die kleine Irin ihm stärker als er erwartet hätte, wie sie ihn so schwungvoll am Arm packte und körperlich, sowie irgendwie mental mit sich riss. Dabei war es nicht schwer, mit ihren kürzeren Beinen Schritt zu halten, doch eine ganz andere Kraft schien sie anzutreiben und es machte ihn ganz unbemerkt neugierig, was sie heute Nacht so unbedingt nicht verpassen wollte.

So lang war er noch nicht hier gewesen, um die Straßen der fremden Stadt gut genug zu kennen, als dass er auch nur erahnen konnte, wohin sie ihn führen würde. Die Dunkelheit der Nacht erleichterte die störende und vor Allem ungewohnte Orientierungslosigkeit nicht. Nur entfernt hörte er die Stimmen und das Lachen, das ihm verriet, dass sie sich noch nicht ganz am vom Schuss befanden. Trotzdem konnte er sich nicht vorstellen, vielleicht zu viel Vertrauen in die fremde Wölfin gefasst zu haben, hatte zu keinem Zeitpunkt ein schlechtes Gefühl gehabt, sich auf ihre Gesellschaft einzulassen, auch wenn sie offensichtlich nicht zum heimischen Pack gehörte. Mögliche Antipathien beruhten unter ihresgleichen normalerweise auf Gegenseitigkeit und waren früh genug spürbar.

So hatte er abwechselnd Enya halb vor sich und halb an seiner Seite, sowie die fremde Umgebung beobachtet und wurde tatsächlich erst auf die Brücke aufmerksam, als die Dunkelhaarige ihn darauf ansprach. Seine Antwort blieb ein stummes Nicken, ungewiss, ob sie ihn in genau dem richtigen Moment angesehen hatte, um einen Blick in der Dunkelheit zu erhaschen. Er hatte es ohnehin für eine rhetorische Frage gehalten, wo sie sich doch im nächsten Augenblick schon direkt auf der Brücke befanden. Der Anblick auf die Abermillionen von Sternen, die sich auf dem tiefschwarzen Fluss spiegelten doch schon faszinierend genug, um Alec weiterhin verstummen zu lassen, war die angespannte Magie des Momentes doch zu schade, um sie mit den falschen Worten zu zerbrechen.

Zugegeben hatte Alec in New York schon zu größeren Anlässen, weitaus spektakuläreres Feuerwerk beobachten können. An Silvester, sowie am 4. Juli sparte die Großstadt keine Kosten und Mühen. So sehr das Wasser die bunt explodierenden Farben in ihrer Menge und ihrem Glanz auch verdoppelte, so wenig interessierte er sich doch tatsächlich für das Spektakel. Stattdessen der Seitenblick auf seine Begleitung, dessen dunklen Augen so offensichtlich auf das Feuerwerk fixiert waren, dass er scheinbar kaum Angst zu haben brauchte, sie würde ihn bei seinem eigenen Beobachten ertappen. Viel faszinierender waren für ihn nämlich ihre weichen Gesichtszüge, die abwechselnd in allen erdenklichen Farben aufleuchteten. Im besonders hellen Licht von gelbem oder orangenem Feuerwerk waren sogar die feinen Sommersprossen sichtbar, die sich wie Sterne über ihre runden Wangen sprenkelten.

Zum ersten Mal kam ihm der Gedanke, dass er sie morgen früh vielleicht schon nicht mehr wiedersehen würde. Unabhängig davon, was diese Nacht tatsächlich noch mit sich bringen würde. Vielleicht war es zu überzogen, aber als sich das Feuerwerk dem Ende zuneigte, versuchte er erst gar nicht, dem Drang zu widerstehen, sie plötzlich sanft am Arm zu nehmen und näher an sich zu ziehen, sich dadurch vollständig ihr, anstelle dem Wasser unter der Brücke zuwendend.
Lange sah er ihr nicht mehr in die Augen, als er ihre Augen vorsichtig, wie zerbrechliches Porzellan in die Hände nah, um sich dann schamlos den Moment der letzten in Funken aufgehenden Sprengkörper am Himmel ausnutzend zu ihr herab beugte.

Ihre Lippen kamen jedoch nicht ansatzweise miteinander in Berührung, als der scharfe Geruch von Rogues so plötzlich mit besorgniserregender Intensität in der Luft lag, dass es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um mehr als nur einen der Biester handeln musste und Alec sofort in instinktiven Alarm versetzten. Nur ganz leicht berührten seine Fingerspitzen noch Enyas Wangen, als er sich halb von ihr abwandte, um die dunklen Schatten dann tatsächlich mit eigenen Augen vorbeihuschen zu sehen. Zu schnell, zu dunkel, um auszumachen, um wie viele genau es sich handelte.

Ein tiefes Grollen entwich seiner Kehle, als er endgültig in Angriffshaltung überging, die Sinne sich schärften, um die Rogues um sich herum besser wahrnehmen zu können. Urplötzlich schien er seine Meinung jedoch zu ändern, als er Enya etwas harsch am Handgelenk packte, um sie im nächsten Moment mit der Anweisung, loszurennen, mit sich zu ziehen. Sie kamen jedoch nicht weiter als zwei Schritte, als die Rogues sie auf der Brücke umzingelt hatten, plötzlich wie Hagelkörner vom Himmel zu fallen oder aus dem Nichts aufzutauchen schienen. Beinahe lautlos landete zwei links und rechts von ihnen auf den Geländern der Brücke. Verbissen entfuhr Alec ein weiteres Knurren. Er lief ohnehin ungern davon.
„Ich glaube, ich sollte mich entschuldigen“ knurrte er hinter zusammengebissenen Zähnen, die Situation jedoch noch immer abwägend, darauf wartend, dass die Vampire den ersten Schritt machten, um dann mit einem clevereren Schritt entgegenzukommen. So menschenleer die Umgebung zur Zeit auch war, blieb ein Kampf von solchen Ausmaßen inmitten der Stadt immer riskant.
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