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 Part I ~ Ancient Legends

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Feuerchen
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BeitragThema: Part I ~ Ancient Legends   Mo Okt 15, 2012 10:37 pm

Story

Die schwarzen Umrisse knorriger Äste verdecken den Vollmond. Kreisrund hängt er am Himmel, größer, heller als sonst. Schritte. Das Knacken zerbrechender Äste unter den unvorsichtigen Sohlen des Opfers. Panik. Angstschweiß. Der Geruch ist überall. Der rasselnde Atem. Er kann nicht mehr, muss sich an einem Baum abstützen. Sie kommen näher. Ein Heulen, markerschütternd. Er schafft es nicht, hört bereits ihr Hecheln, dann ihre Augen, als sie aus dem Dickicht treten. Sie reflektieren das weiße Licht des Mondes. Es wird das letzte sein, was er sieht.

Werwölfe. Verrissen in der Literatur. Nur noch Karikaturen ihrer selbst in den meisten Romanen. Werden als riesenhafte Wölfe dargestellt, meist sogar auf zwei Beinen. Arme Teenager, die sich aus heiterem Himmel in einen Werwolf verwandeln. Ein echter Werwolf würde darüber lachen, fast schon in seinem Stolz verletzt.
Denn die Wahrheit sieht vollkommen anders aus. Selbst die ältesten Legenden erzählen nur Lügen. Nur wer tief versteckt in den Bibliotheken New Yorks sucht, wird Hinweise finden. Bücher, so alt, dass die Seiten zu zerfallen drohen. Doch niemand wird sie jemals finden. Und diejenigen, die es tun, würden auch dies nur für Legenden halten.
Legenden über die Brüder Kuna und Dakabi. Seit dem Tag ihrer Geburt stritten sie sich darum, wer den Platz ihres Vaters einnehmen würde. Alphawolf, des größten Werwolfpacks New Yorks. Denn nur dem stärksten würde diese Ehre zugeteilt werden. Sie stritten um den Stolz ihres Vaters, die Gunst der anderen Wölfe, um diese auf ihre Seite zu ziehen. Ihr Vater starb schließlich früher als erwartet, wurde ermordet, von einem anderen Wolf. Jeder wusste, dass der Täter entweder Kuna oder Dakabi sein musste, doch niemand wusste, wer genau. So gingen die Brüder, die nicht unterschiedlicher sein konnten, auseinander und mit ihnen teilte sich das Rudel, wurden zum Kuna Pack und Dakabi Pack. Die Stadt wurde aufgeteilt.
Und der Hass füreinander liegt den jeweiligen Rudeln im Blut. Doch heute scheint das Feuer Kunas in dessen Anhängern zu lodern und die Kälte Dakabis beeinflusst auch dessen Anhänger.
Doch größtenteils schaffen es die beiden Packs, den Frieden zu erhalten. Es gibt nur ab und zu kleinere Auseinandersetzungen. Größtenteils zwischen den jungen Werwölfen, die sich beweisen wollen und somit das Jagdgebiet des jeweils anderen Packs betreten. Doch schon lange hatte es keine größeren Krie.ge mehr gegeben. Weil man sich größtenteils aus dem Weg geht. Das ist ungeschriebenes Gesetz.

Doch es gibt noch mehr Regeln, die das Leben eines Werwolfes prägen.
So ist jeder Wolf sein Leben lang auf der Suche nach seinem perfekten Partner. Seinem Gefährten. Für jeden Wolf gibt es einen Seelenverwandten. Wenn es ihnen leicht gemacht wird, erkennen sie ihren Partner sofort. Sie spüren die Anziehungen schon beim ersten Treffen und können gar nicht voneinander lassen. In schwierigeren Fällen merken sie jedoch nichts, has.sen sich vielleicht sogar zunächst. Hat ein Wolf seinen Gefährten gefunden, bleibt er bis zum To.d mit ihm zusammen und gründet eine Familie mit ihm. Ihm ist es nicht erlaubt, einen Wolf des anderen Geschlechtes länger als ein Händeschütteln zu berühren.

Werwölfe werden als solche geboren. Es gibt keine Möglichkeit, sich durch einen Biss oder ähnliches zu verwandeln. Es liegt ihnen in den Genen und kann ebenfalls nicht aufgehoben werden. Sie sind kein Fluc.h, sondern eine Rasse.
Außerdem verwandeln sie sich nicht nur bei Vollmond in einen Wolf, sondern immer dann, wenn sie es wollen. Wenn sie sich verwandeln, verschwindet ihre Kleidung nicht auf magische Weise, sondern zerreist und bleibt höchstwahrscheinlich irgendwo ungeachtet liegen. Daher tragen sie rein gar nichts, wenn sie sich zurück in einen Menschen verwandeln und haben somit kaum ein Schamgefühl gegenüber den anderen Wölfen.
Im Aussehen gleichen sie einem gewöhnlichen Wolf. Manche sind größer, kräftiger. Aber niemals so, dass ein Mensch den Unterschied erkennen würde. Der Hauptgrund, wieso man bisher noch nichts von ihrer Existenz erfahren hat.
Außerdem leben sie wie normale Menschen, beziehen Wohnungen, haben einen Job und fallen kaum auf.

Eine Vollmondnacht ist dennoch etwas besonderes. Denn in dieser Nacht, ziehen beide Packs los und jagen einen Menschen, der etwas schreckliches verbrochen hat. Das ganze wird wie ein Spiel aufgemacht. Er wird im Wald ausgesetzt, überall kleine Wunden, damit seine Fährte aufgenommen werden kann und dann ziehen die Wölfe los. Noch nie ist es jemandem gelungen, ihnen zu entkommen.
Zudem wird dieser Wettstreit zwischen den beiden Packs ausgetragen. Das Pack, das den Gejagten als erstes zu fassen bekommt, erhält einen Häuserblock mehr von Revier des Anderen, wodurch eine zusätzliche Rivalität gefördert wird.

Die einzigen Feinde der Wölfe sind die Rouges. Vampi.re, die sich dem Jagen der Werwölfe verschrieben haben. Meistens jagen diese jedoch alleine und bekommen dadurch nur selten einen der Wölfe zu fassen, da diese meist in der Überzahl sind. Dennoch kommt es auch oft vor, dass sich die Rouges in größeren Grup.pen zusammen scharen.
Und genau dann werden sie zu einem Problem.

Erst kürzlich erhielten beide Packs die Nachricht, dass sich eine Grup.pe Rouges zusammengeschlossen hat, von einer Größe, die es noch nie zuvor gegeben hat. Die Wölfe bereiten sich auf das schlimmste vor und stehen daher vor dem Entschluss, zusammenzuarbeiten. Obwohl das sowohl beiden Alphawölfen, als auch einigen Mitgliedern missfällt, ist es die vernünftigste Lösung.
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Minzi
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BeitragThema: Re: Part I ~ Ancient Legends   Mi Okt 24, 2012 10:28 pm

Schon vor einigen Tagen hatte das Kuna-Pack das Hauptquartier der Dakabi-Wölfe verlassen. Auf ausdrücklichen 'Wunsch' Alecs. Bei dem Zusammentreffen zwischen Cassandra und Alec, welches immer weiter ausarrtete und sich immer mehr Wölfe dazu gesellt hatten, konnte der Alphawolf seine Wut und seinen Missmut über Lous Tat, den Tod einer seiner Wölfinnen, kaum verbergen, ja er gab sich nciht einmal Mühe. Bis zu einem gewissen Grad verstand sie den Alphawolf auch. Zwar machte die Tatsache, dass Lou nichts dafür konnte und nicht Herr seiner Sinne und über sein Handeln war die Sache nicht ungeschehen, doch sie gab ihm keine Schuld. Der aus Alecs Wut resultierende 'Herauswurf' zwang die Alphawölfin kurzfristig umzudisponieren und eine neue Behausung auf die Schnelle zu organisieren. Und von der Größe her kamen ihr da nur die alten Wekrswohnungen der Mitarbeiter der Firma ihrer Eltern in den Sinn. Da diese jedoch nicht mehr benötigt wurden, sich jedoch noch immer im Besitz von Cassadras Familie befanden quartierte sie ihre Wölfe notdürftig dort ein. Es gab zwar einige Beschwerden innerhalb des Rudels, die Wohnungen entsprachen weder dem Standart des eigenen noch des Dakabi-Quartiers, doch zeitweilig war es eine Lösung. Und da es definitiv zu kosten- und zeitafwendig wäre das alte Hauptquartier instand zu setzen, wurde entschieden, dass diese Wohnungen nun soweit renoviert werden sollten, damit sie etwas mehr heimeliger wirkten. Genaue Vorstellungen gab es zwar noch nicht, aber die Entscheidung war schoneinmal da. Nachdem sich jeder halbwegs in einem der Zimmer einquartiert hatte, kehrte in dem Gebäude allmählich wieder Ruhe ein. Mit einem Kopf voller Dinge schlenderte die Alphawölfin nachdenklich den Flur im ersten Stock entlang.

(So... Das da *Nach oben zeigt* resultiert aus extremer Müdigkeit und aus der Tatsache, dass ich ewig nich mehr mit Cassie geschrieben hab. Also verzeiht. :D Und ich bin jetzt mal schlafen. Nacht.^^)
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Feuerchen
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BeitragThema: Re: Part I ~ Ancient Legends   Do Okt 25, 2012 12:47 am

In einer ungewohnt nervösen Geste trommelten die feingliedrigen Finger auf dem Lenkrad, als könnten sie das Grün der Ampel herbeitrommeln. Eine Hand löste sich von dem Steuer, fand eine andere, kurzweilige Beschäftigung, als sie durch die dunklen Haare fuhren, die eigentlich mal wieder einen Friseur besuchen sollten. Die Geste war noch nicht vollkommen abgeschlossen, da schaltete die Ampel auf Grün um und der Motor heulte bereits in der selben Sekunde auf. Es dauerte keine fünf Minuten mehr, als sich das Tor zur Tiefgarage öffnete und das schwarze frisch polierte Auto hinter der nächsten Ecke hervorgeschossen kam, um in einem riskanten Lenkmanöver durch das Tor zu rasen und erst passgenau in einer freien Parklücke zwischen den anderen kaum benutzten Wagen anzuhalten. Das abrupte Bremsen erzeugte ein ohrenbetäubendes Quietschen, welches sofort in ähnlicher Lautstärke von den Wänden widerhallte und gleich mehrere Echos erzeugte. Die Fahrweise war nicht vollkommen untypisch, dennoch sprach hier eindeutig der Restalkohol der letzten Nacht. Ein Pegel, der hoch genug war, um sich besser nicht damit erwischen zu lassen.
Ruhe kehrte ein. Eine Arm wurde ausgestreckt, um den Rückspiegel so zu richten, dass er sich größtenteils darin betrachten war. Das dunkle Haar war noch nicht zu lang, aber ungewohnt lang und vor allem ungewohnt durcheinander, als hätte es jemand gerade frisch in Unordnung gebracht. Seine Haut wirkte etwas blasser als ohnehin schon neben den dunklen Haaren als Kontrast. Dadurch wurden jedoch die untypischen Augenringe nur noch deutlicher. Und das, wo er als Alphawolf doch den wenigen Schlaf gewohnt war. Er gab ein unzufriedenes Geräusch von sich und wischte sich hastig die blassen Reste eines tiefroten Lippenstiftes aus dem Mundwinkel. Er reckte seinen Hals etwas weiter, nur, um dann resigniert tiefer in den ledernen Autositz zu sacken und das zweite Beweisstück dieser Nacht - ein eindeutiger bläulicher Fleck an seinem Hals – mit einem dunkelblauen Schal zu überdecken. Bilder des Momentes schossen ihm durch den Kopf und die Tatsache, dass es sich bei dieser Geschichte um einen gewöhnlichen Menschen gehandelt hatte, ließ ihn vor Widerwille erschauern. Aber es waren diese Momente, in denen er wenigstens für eine kurze Zeit vergessen konnte, wovon es sonst kein Verstecken gab. Der Tod Makinis und die damit zusammenhängende Extraarbeit war eigentlich etwas, das ihm leicht von der Hand fallen sollte, gehörte es doch bei jedem Todesfall zu seinen Aufgaben. Aber normalerweise spielte privater Verlust für ihn dabei keine Rolle. Hinzu kam Lexi...die Gedanken an sie lenkten ihn nur von der Arbeit ab, die wirklich wichtig war und zu der er wegen ihr einfach nicht kam. Die bipolare Stimmung zwischen ihnen machte nichts besser, aber sie schien für ihn eine bessere Alternative als sich einfach seinen Gefühlen und Instinkten hinzugeben. Und wenn er sich ganz fest einredete, dass er nicht einfach nur davonlief, dann war es in seiner eiskalten Fassade auch glaubwürdig und er blieb ein würdiger Vertreter es Dakabipacks, wie es ursprünglich in ihren Genen lag.
Das unverkennbare Geräusch einer sich öffnenden Autotür zerschnitt die totenstille in der hauseigenen Tiefgarage und noch ehe die letzten Echos verklungen waren, knallte selbige Tür auch wieder zu. Die Lichter blinkten und das Auto gab das bekannte Geräusch von sich, das allen mitteile, es war nun abgeschlossen, als Alec den Schlüssel ein paar Mal klimpernd in der Hand wendete und dann in der Tasche seines schwarzen Mantels verschwinden ließ.
Er entschied sich spontan für das Treppenhaus, um einen klaren Kopf zu bekommen und war sehr darauf bedacht, niemandem zu begegnen, nachdem er nicht die erste komplette Nacht auswärts verbracht hatte. Jedoch immer in Rufbereitschaft, sollte es einen Notfall geben. Diese Unverantwortlichkeit würde er sich als Alpha nicht geben. Die Sicherheit seines Packs war noch immer oberste Priorität. Und war das nicht der Grund für seine Probleme?
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Feuerchen
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BeitragThema: Re: Part I ~ Ancient Legends   Do Okt 25, 2012 1:25 am

Eine gewisse Stabilität auf selbst wackeligen Leitern war einem Werwolf zwar mit seiner natürlichen Geschicklichkeit angeboren, aber Lou hatte durch seine Tätigkeit vor dem Leben im Pack noch einen weiteren Vorteil und es schien unmöglich, dass er überhaupt für ein paar Sekunden schwankte. Selbst, falls er haltlos auf der obersten Sprosse stehen sollte, was er zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht tat. Dafür war die Decke des Raumes glücklicherweise nicht hoch genug gelegen. Konzentriert presste er die Lippen aufeinander und trug daher einen ungewohnt ernsten Ausdruck im Gesicht. Zwischen den rotbraunen Haaren lugte ein Bleistift hervor, den er sich hinter das Ohr geklemmt hatte, um mit einem Maßband herumnesteln zu können. Als er die nötigen Maße, von denen er eigentlich gar nichts verstand, genommen hatte, ließ er das Maßband zurückschnappen und verstaute es in seiner Hosentasche, um stattdessen einen verknitterten Zettel hervorzuholen, auf dem bereits einige bunt zusammengewürfelten Nummern standen. Er fügte die eben gemessenen Zahlen mit dem Bleistift hinzu, welcher daraufhin wieder hinters Ohr gesteckt wurde, und nickte sehr mit sich selbst zufrieden.
Weil es so schneller war, presste er sich das Stück Papier vorübergehend zwischen die Lippen und stieg von der Leiter. Erst wieder auf dem Erdboden angekommen, steckte er den Zettel zurück in die sichere Hosentasche, um dann beide Hände freizuhaben und die Leiter zusammenzuklappen. Was er an Schnelligkeit und Geschicklichkeit besaß, fehlte ihm für einen Werwolf schon deutlich an Kraft, weshalb es schon weniger professionell aussah, wie er die Leiter in eine waagerechte Position brachte und sie sich irgendwie umständlich unter den Arm klemmte, um dann den komplett leeren Raum zu verlassen und den nächsten Raum zum Ausmessen zu suchen.
Er hatte keine Ahnung vom Heimwerkern. Er hatte es bisher nie gebraucht. Überhaupt handelte es sich dabei wohl nicht um ein werwolftypisches Talent. Aber er hatte nicht nutzlos rumsitzen wollen und erst recht nicht auf Trebe gehen wollen. Alle Räume auszumessen schien irgendwie sinnvoll zu sein und irgendwie musste man doch den Anfang machen. Und wenn ihn jemand fragte, was er beizutragen hatte, dann hatte er wenigstens etwas vorzulegen.
Da ihn dieser Gedanke leicht zum Schmunzeln brachte, begann er gleich fröhlich eine kleine Melodie zu summen, während er die Leiter durch die ach so karg aussehenden Flure schleppte.
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Lomy
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BeitragThema: Re: Part I ~ Ancient Legends   Do Okt 25, 2012 10:20 am

Kleine Kinderfüße sprangen über die Pflastersteine, stark darauf bedacht, nie die tödlichen Rillen zwischen den groben Steinen zu berühren. Es war noch sehr früh. Eigentlich war kaum jemand bereits wach. Viele der Packmitglieder waren eh Langschläfer. Im Gegensatz dazu Josephine. Der kleine Wirbelwind war schon seit einer ganzen Stunde auf den Beinen, hatte gefrühstückt und sich gewaschen. Es fehlte eigentlich nur noch ihre wilde Haarmähne. Zwar hatten sie auf ihrem Weg einige Frühaufsteher gefragt, ob sie ihr dabei helfen sollten, zwei Zöpfe zu flechten, doch vehement hatte das kleine Mädchen immer wieder den Kopf geschüttelt. Es gab nur eine Person, die sie an ihre Haare ließ. Und diese Person schien immer noch zu schlafen. Da Josephine nicht von Grund auf böse war und wusste, wie missmutig gerade aufgewachte Werwölfe sein konnten, hatte sie beschlossen, noch ein wenig im Wald zu spielen. Der Nebel waberte dort noch über den Baumwipfeln und verlieh den Lichtungen die perfekten Schauplätze für ihre Kämpfe gegen die Rogues - und um ihre Trauer für den Tod Makinis, den sie immer noch nicht vollauf überwunden hatte, auszudrücken. Allerdings hatte sie nach einiger Zeit genug davon, Rogues zu töten und die Traurigkeit über den Verlust trug sie eh ständig mit sich herum. Und so hatte sie beschlossen, ihre geliebte Madeleine aufzuwecken.
Über das Pflaster gelangte sie zum Eingang des riesigen Hauses, schlüpfte auf Zehenspitzen durch die Tür und hüpfte durch die Gänge. Vorbei an der Küche und den Wohnzimmern. Vorbei an leise sprechenden Werwölfen und Zimmern, in denen sie noch nie gewesen war. Sie sprintete die Treppe hinauf, bis sie in dem Stockwerk war, auf dem Madeleine schlief. Sie stellte sich breitbeinig ans Ende des Ganges, holte ganz tief Luft und - »MADELEINE, AUFWACHEN!!«
Ihre Stimme hallte durch die Gänge des Gebäudes und aus nicht wenigen Zimmer hörte man Flüche. Mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht, das auch von ihrer momentanen Traurigkeit nicht überschattet werden konnte, hüpfte sie den Gang entlang, bis sie direkt vor Madeleines Zimmertür stand, geduldig die Hände hinter dem Rücken verschränkte und wartete.
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Lomy
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BeitragThema: Re: Part I ~ Ancient Legends   Do Okt 25, 2012 10:40 am

Ein lautes Schnarchen riss die junge, blonde Frau aus ihrem Schlaf. Vor Schreck setzte sie sich beinahe ruckartig auf und hielt sich die dünne Wolldecke vor die Brust. Mit verzerrter Miene blickte sie auf ihren Nachtgefährten herunter. Es war ein gut gebauter Mann, den sie gestern in einer Disco getroffen hatte und beinahe sofort mit zu sich in die Wohnung genommen hatte.
Ihre Wohnung. Es hörte sich immer noch seltsam an, da Lexi noch nie zuvor in einer eigenen Wohnung geschlafen hatte, geschweige denn eine gehabt hatte. Aber durch die ganzen Unruhen zwischen den beiden Packs, die diese Stadt bewohnten, war ihre Annahme in einem der beiden völlig untergegangen. Da sie Alec nicht noch einmal zufällig auf dem Gang begegnen wollte, hatte sie sich dagegen entschieden, als Gast im Haus des Dakabi-Packs zu bleiben. Sie war kurz davor gewesen, ihre sieben Sachen zu packen und weiter zu reisen. Doch jedes Mal, wenn sie sich dazu entschloss, schoss ein Bild Alecs durch ihren Kopf und sie brachte es abermals nicht übers Herz. Also hatte sie sich für den Mittelweg entschieden. Sie hatte lediglich Madeleine Bescheid gesagt, dass sie ausziehen würde. Soweit sie wusste, hatte sich aber auch sonst niemand dafür interessiert, einschließlich Alec.
Also hatte sie sich spontan auf den Weg gemacht und nach einer Bleibe gesucht. Die Wohnung, die sie gefunden hatte, befand sich in Brooklyn und war alles andere als heimlelich. Aber sie konnte sie ja noch einrichten. Die Wände waren aus groben Ziegelsteinen geschichtet. Die Türen waren hoch und aus dickem, grün angestrichenem Holz. Es war nur ein Zimmer, in einer Nische befand sich die winzige Küchenzeile und in einem angrenzenden Raum ein kleines, hässliches Bad. Aber es war genug. Sie brauchte nicht mehr, um zu leben. Momentan lag in der Mitte des Raumes nur eine große weiße Matratze, die sie sich am Abend zuvor noch gekauft hatte. Ihr noch von der Nacht verschwommener Blick wanderte zu ihrer Tasche, die dort in der Ecke des Raumes lag und in der sich alles befand, das sie ihr Eigen nennen konnte. Darin befand sich unter anderem auch ein ziemlicher Batzen Geld, den sie aus Alecs Zimmer genommen hatte, als sie gewusst hatte, dass er nicht da sein würde. Er würde es eh nicht vermissen. Verschlafen drehte sie sich um und betrachtete den Menschen beinahe angewidert. Sie hatte Ablenkung gebraucht, doch eigentlich hatte sie die ganze Zeit über nur daran denken können, wie gern sie doch Alec anstatt dieser Person hier bei sich auf der Matratze haben würde. »Hey, wach auf!« sagte sie eher grob und stieß ihn mit dem Fuß in die Hüfte. Er schnarchte nur noch lauter, murmelte etwas von Ausschlafen und vergrub sein Gesicht tiefer in den Kissen. Kopfschüttelnd verzog Lexi das Gesicht. Sie würde nachher das erste Mal Gebrauch von der Wäscherei nebenan machen müssen.
»Du musst jetzt gehen, meine Eltern kommen nachher zum Kaffee!« log sie und stupste ihn abermals nicht besonders sanft, diesmal in die Schulter. Das schien zu ziehen. Er verzog das Gesicht und setzte sich langsam auf, streckte sich und stand auf, beinahe ohne sie überhaupt anzublicken. Es konnte sein, dass er etwas wütend war, weil sie die ganze Nacht über einen anderen Namen gerufen hatte, als den seinen. Vielleicht war er aber auch einfach ein schlechter Frühaufsteher. Während er sich anzog, spannten sich die Muskeln an seinen Schultern an und abermals kam Lexi nicht umhin, seine mickrige Menschenfigur mit dem zu vergleichen, was sie durch die anbetungswürdige Figur Alecs gewöhnt war.
»Ciao, war ne schöne Nacht!« murmelte er, winkte ihr mit seinem Hemd, das er noch nicht über gezogen hatte und trat durch die schwere Holztüre. Erst, als sie hinter ihm ins Schloss fiel und dabei ein unangenehm lautes Geräusch verursachte, ließ sich Lexi wieder zurück in ihre Kissen fallen und überlegte, wie sie ihren Tag gestalten sollte.
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Chaos
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BeitragThema: Re: Part I ~ Ancient Legends   Fr Okt 26, 2012 12:50 am

Lange genug hatte er es vermeiden können, sich ein paar Tage an den Gedanken gewöhnen können, doch die Kunde seiner Ankunft hatte sich schnell im Rudel herumgesprochen und machte es unmöglich die Konfrontation noch länger aufzuschieben.
Das war auch der einzige Grund, weshalb er nach einer durchzechten Nacht nun auf der Couch seines Elternhauses wiederfand, ein bestechendes, beinahe entschuldigendes Lächeln aufgesetzt hatte und sich wieder wie ein kleines Kind vorkam, während er die Tiraden seiner Mutter über sich ergehen ließ, die sich mit in die Hüfte gestemmten Händen vor ihm aufgebaut hatte. Sie war eine kleine, etwas rundliche Frau, die braunen Haare wenig kunstvoll doch pragmatisch zusammengebunden, die Linien um die blauen Augen ließen auf eine gutmütige, warmherzige Frau schließen, das Funkeln in den Augen auf charakterstärke. Sie vermittelte ein Gefühl von Heimat, das in Henry widersprüchliche Gefühle hervorrief, das Bedürfnis sich auf das Sofa sinken zu lassen und nie wieder fortzugehen mit dem Drang so schnell wie möglich wieder zu verschwinden vermischend, das ihn unbehaglich werden ließ.
Ohne Frage hatte er eine warmherzige Begrüßung genossen, doch nachdem die erste Freude über seine Rückkehr verflogen war, musste er sich dem Ernst des Lebens und den Vorhaltungen seiner Mutter stellen.
"Du brauchst mir gar nicht mit diesem Lächeln zu kommen, junger Mann" - ein Satz der ihn um weitere Jahre zurückwarf, zurück zu Zeiten, in denen seine Eltern sich noch über jeden einzelnen Tag, den er verschwunden war, aufregten, mehr als einmal Suchaktionen starteten und ihn öfter als er sich zu erinnern wagte bei der Polizei als vermisst meldeten.
"Du verschwindest für Jahre und bringst es nichtmal fertig, dich ein einziges Mal in all der Zeit zu melden?", ihr Stimme klang beinahe vorwurfsvoll, nein, eindeutig vorwurfsvoll, korrigierte er seine Gedanken. Unruhig kaute Henry auf seiner Unterlippe herum, während er auf das Ende des Vortrags wartete, wusste er genauso gut, wie sie, dass sie keine der möglichen Erklärungen und Ausreden akzeptieren würde und auch eigentlich gar keine Antwort erwartete.
Sein Vater hatte wesentlich gelassener reagiert, schon lange resigniert, aufgegeben, sich an seinem ständigen Verschwinden zu stören, saß nun dennoch mit einem fast schadenfrohen Funkeln in den grauen Augen in seinem Sessel und las, kaum fähig sein Schmunzeln hinter den Seiten zu verbergen, was Henry dazu veranlasste ihm einen anklagenden Blick zuzuwerfen.
Langsam aber sicher holte ihn auch die Müdigkeit ein, die der schlaflosen Nacht zuzuschreiben war. Er wusste, dass er sich hätte ausschlafen sollen, bevor er seinen Eltern gegenübertrat, doch er konnte sich am vorherigen Abend nicht so recht dazu bringen und so fand er sich irgendwann in dem ein oder anderen Club wieder, in der wenig ruhigeren Atmosphäre einer Bar. Umringt von liebenswert ahnungslosen Menschen fühlte er sich doch noch immer am Wohlsten, schaffte es ohne Große mühen sich in Gruppen einzufinden, um sich zu scharren, so dass es ihm selten schwer viel die Nacht mit Alkohol, Gelächter und neugefundenen Freunden zu verbringen, wenn ihm der Sinn danach stand. So auch die vergangene Nacht, doch nun hatte er den Preis dafür zu zahlen.
Die Ausführungen seiner Fehltritte und die Bestürzung seiner Mutter hatte er letztendlich schneller als erwartet hinter sich bringen können, hatte sich hastig verabschiedet, mit dem Versprechen in den nächsten Tagen einmal zum Essen zu kommen. Gewöhnlich vermied er es vorauszuplanen, selbst wenn es nur ein paar Tage waren, doch seine Mutter hatte ziemlich deutlich gemacht, dass er zumindest diese kleine Bitte nicht verwehren konnte. Dennoch, oder vielleicht gerade deshalb machte er sich mit einem unwohlen Gefühl in der Magengegend wieder auf den Weg zum Dakabi Hauptquartier.
Tief in Gedanken versunken und die Hände in den Hosentaschen vergraben betrat er das Gebäude, lief ohne nachzudenken an den Aufzügen vorbei, bevorzugte er doch, auch in seinem momentanen Zustand die Treppen.
Als er Alec erblickte, hellte sich Henrys Miene deutlich auf, ein schiefes Grinsen verzog seine Lippen, nachdem er den Freund kurz eingehend musterte.
Noch immer grinsend näherte er sich, warf den Arm um die Schultern seines besten Freundes, verzog leicht das Gesicht, als müsste er eine unangenehme Ankündigung machen. "Hat dir eigentlich schonmal jemand gesagt, wie scheiße du aussiehst, Darling?" Das Kosewort leicht spöttisch betont, niemals jedoch böswillig. "Wo hast du dich die ganze Nacht rumgetrieben?" Zupfte leicht an dem Schal, den Alec um den Hals geschlungen hatte, den Blick freilegend auf das, was darunter lag. Mit zuckenden Mundwinkeln trat Henry einen Schritt zurück, nicht jedoch ohne Alec noch einen leichten Klaps gegen die Schulter zu verpassen. Vorgetäuschte Rührung, sich eine imaginäre Träne aus den Augenwinkeln wischend. "Der Kleine wird endlich flügge."
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BeitragThema: Re: Part I ~ Ancient Legends   Fr Okt 26, 2012 2:43 am

Das Treppenhaus war so furchtbar hellhörig, dass es selbst dem talentiertesten Werwolf unmöglich war, sich lautlos die Stufen hinauf zu begeben. Änderungen der Geschwindigkeit oder des Schuhwerkes waren sinnlose Manöver. Selbst Barfuß hätte jeder Schritt noch ein Echo erzeugt, welches bis ins oberste Stockwerk getragen wurde. Deswegen versuchte Alec es erst gar nicht und ignorierte die Geräusche seiner glänzenden schwarzen Sohlen. Das Echo war so weittragend, dass ihm zunächst gar nicht auffiel, dass sich die Schritte einer weiteren Person irgendwo im Treppenhaus dazugesellt hatten. Erst, als er doch probeweise kurz stehen blieb und die Echos nicht verklangen, gab er ein entnervtes Seufzen von sich, straffte seine Schultern und machte sich bereits mental darauf gefasst, auf irgendeine Weise in seiner Ruhe gestört zu werden, während er sich sofort wieder in Bewegung setzte.
Die vorausgesagte Störung ließ nicht mehr lange auf sich warten und trotz Alecs mentaler Vorbereitung, kräuselten sich seine Lippen leicht, unentschlossen, ob er zumindest schwach lächeln sollte oder selbst das lieber lassen sollte. Er unterdrückte den natürlichen Instinkt, Henry von sich zu stoßen, drehte stattdessen aber nur die Schultern leicht von ihm weg, was letztendlich rein gar nichts brachte und schon gab er den Kampf auf, bevor er überhaupt begonnen hatte, wohl wissend, dass Henry wahrscheinlich bald von alleine ablassen würde. Seine Schultern waren unter der Berührung wohl so steif wie eh und je und das musste als einziges Zeichen des Widerwillens ausreichen.
„Der Spiegel vor wenigen Minuten war genauso ehrlich wie du, danke“ raunte er tonlos als Antwort. Kurz darauf wurde er aber doch noch aktiv, als er Henrys Finger an seinem Schal wahrnahm und ihn erst dann am Handgelenk zu packen bekam, als es schon zu spät war. „Und ich dachte, du wärst schon längst wieder abgereist“ war alles, was er zu sagen hatte. Es beantwortete nichts der gestellten Fragen, war aber seine Art, seine Unmut über das typische Verhalten seines besten Freundes auszudrücken. Indem er so tat, als wäre ihm dessen Auftauchen nach so langer Zeit vollkommen egal.
Seine Haltung entspannte sich sichtlich – was für Alecs Verhältnisse kaum einen Unterschied machte – als Henry endlich von ihm abließ und er warf nur einen knappen Blick zu ihm rüber, während er die Treppen weiter bestieg. Er wischte sich kurz mit einer Hand über das Gesicht, richtete sich den Schal wieder, als handele es sich dabei um eine sensible Krawatte und hob den Blick wieder, wobei seine Wangenknochen kurz deutlicher hervortraten, was vermutlich daran lag, dass er seine Zähne hinter verschlossenen Lippen etwas zu fest zusammenbiss. „Hauptsächlich, weil ich gestern Nacht nicht zufällig auf dich gestoßen bin“ fuhr er seinen zuvor angefangenen Satz dann doch noch fort. „Ich hoffe, DU bist nicht sesshaft geworden“
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Chaos
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BeitragThema: Re: Part I ~ Ancient Legends   Fr Okt 26, 2012 5:32 pm

Kaum bemerkte Henry die schwache Zurwehrsetung Alecs, hätte sie vermutlich ohnehin nicht beachtet, reagierte nicht einmal darauf, als sich die Hand des Alphas um sein Handgelenk legte, zu spät kam, ihn von seinem Vorhaben abzuhalten. "Da bin ich ja beruhigt", er atmete schwer aus, fast ein Seufzen. "Nicht dass du mit dem Eindruck leben musst, du würdest gut aussehen." Sein Mundwinkel hob sich zu einem erneuten schiefen Grinsen, während er Alec die Stufen hinauf folgte, beobachtete, wie der Freund seinen Schal richtete, als handele es sich um ein delikates Stück Stoff, dass nicht verrückt werden dürfe.
"Sesshaft?" Henry stieß ein kurzes Lachen aus. Der Gedanke allein war absurd. Vermutlich würde eher die Welt untergehen, bevor er sesshaft wurde.
"Keine Sorge", beteuerte er, "du bist mich sicher bald schon wieder los."
Er seufzte, wusste, dass das Wiedersehen auch an Alec nicht so vorrübergehen konnte, ohne dass es ihn auch nur ein wenig berührte, oder zumindest hoffte er das. Und er würde ihm seine lange Abwesenheit doch gewiss nicht noch immer nachtragen? Er hatte sich nicht größere Gesten der Wiedersehensfreude erwartet, auch wenn er beinahe darauf gehofft haben mag, oder auch nicht, ganz sicher nicht. Er musste zugeben, dass ihm die Neckerei und Scherze mit seinem besten Freund gefehlt hatten. Es war nicht seine Schuld, dass die Ferne nach ihm rief, dass die Welt so viel spanndendes zu bieten hatte, dass er leicht das Gefühl für Zeit verlor, keine Zeit Gedanken zu verschwenden an die Kontaktaufnahme, Besuche der Heimat vor sich herschob, das Vorhaben jedes Mal von neuen Abenteuern, von neuen Städten, neuen Ländern, neuen Ideen unterbrochen. Letztendlich kehrte er doch immer wieder zurück und spürte erst dann, was er vermisst hatte, ohne sich dessen bewusst zu sein. Offenbar zählten Freunde und Familie dazu.
"Ein Paar Tage wirst du mich aber wohl noch ertragen müssen", fügte er schließlich an, seufzend und die Miene leicht in Unwilligkeit verzogen, als das Versprechen an seine Eltern ihm erneut durch den Kopf ging. Er hatte nicht vor, sofort wieder abzureisen, doch es bestand immer die Möglichkeit, dass er von einem Tag auf den Anderen verschwand. Das wusste jeder, der ihn länger kannte. Seine Mutter hatte sich eine clevere Variante ausgedacht, seine Anwesenheit für wenigstens ein paar Tage zu sichern.
"Dass wir uns nicht über den Weg gelaufen sind, liegt wohl eher daran, dass du scheinbar zu einer Privatparty eingeladen warst." Mit einem Schmunzeln glitt sein Blick wieder zu der Stelle, die nun wieder sicher unter dem Schal versteckt war, unnötig deutlicher auszuführen, worauf er hinaus wollte.
Seine eigene Müdigkeit schien beinahe verflogen, während er leichtfüßig die Stufen bewältigte.
"Du siehst für einen Alpha echt miserabel aus", erklärte er noch immer schmunzelnd. "Pass auf, dass dich niemand um deinen Posten zu bringen versucht, weil du nach einem leichten Ziel aussiehst."
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BeitragThema: Re: Part I ~ Ancient Legends   Fr Okt 26, 2012 7:35 pm

Beruhigend wirkte sich die kühle Oberfläche des Fensters zu ihrem erhitzten Geist aus.
Eigentlich hatte sie gehofft Ruhe zu finden, sich von den letzten Geschehnissen und Vorfällen distanzieren zu können und sich auf ihre bevorstehenden Prüfungen vorzubereiten, mit dieser Überlegung lag sie leider völlig falsch. Aufgewühlt von allen möglichen Emotionen ließ sie die dünne Mappe in ihrer Hand zu Boden gleiten, schloss seufzend die dunklen Augen, in welchen ein gefährliches Feuer tanzte, sie lehnte sich gegen die Scheibe, drehte ihr gerötetes Gesicht zu dem Fenster, ein dumpfes Pochen ertönte als sie ihre Stirn dagegen sinken ließ.
Sie schlang die langen Arme hilfesuchend um ihren eigenen Körper und schüttelte verständnislos den Kopf. Aber Rettung ließ nicht lange auf sich warten, unsicher wie sie sich verhalten sollte, entwich Madeleine ein zitterndes Lachen als Josi wie üblich ihre kindliche Energie nicht zu zügeln wusste.
Die Wölfin strich sich über das Gesicht, als könnte sie so all ihre Sorgen wegwischen, seufzte resigniert und ließ sich von der Fensterbank gleiten, mit großen, sicheren Schritten, eines ausgeschlafenen Menschen, war sie auch schon vor der Tür, holte nochmals tief Luft, um dem kleinen Mädchen keine unnötigen Sorgen zuzumuten.
Bevor Madeleine die Tür öffnete wuschelte sich das Mädchen noch durch die dunkelbraune Mähne.
„Wie spät ist denn bitte?“ blinzelnd öffnete sie die Tür und starrte auf das kleine Mädchen hinab, ein breites Lächeln zeigte sich auf den noch vor kurzen Sorgenvoll verzogenen Lippen.
„Oh, die Sonne geht auf.“ Jubelte Madeleine, ignorierte die verwirrten Blicke mancher Dakabiwölfe die aus ihren Zimmern lugten. Vor ihr stand Josephine mit einem Lächeln, das jedem Herzen Frieden schenken konnte. Mit steifen Gliedern beugte sich Madeleine zu dem Mädchen hinunter, hauchte dieser einen liebevollen Kuss auf die Stirn und Nasenspitze, bevor sie die Arme um das zierliche Kind schlang und sie sich über die Schulter warf.
„So wogegen tausche ich dich jetzt ein? Gegen einen Sack voll Gold, bei einem Kobold oder NEIN!“ Madeleine gab dem Mädchen einen kleinen Klaps auf den Hintern.
„Gegen eine Tass heißer Schokolade, bei Billboy!“ verkündete Madeleine, trug Josephine wohl bedacht, nicht ausversehen wogegen zu laufen. Sie warf Josi auf das Bett blieb stehen und sah das Mädchen mit hochgezogenen Augenbrauen an. „Liegen bleiben!“ mahnte sie das Mädchen mit spielerischer Drohung in der sanften Stimme. Madeleine lief in das Bad, kam mit Haarband und Bürste zurück und sah Josephine herausfordernd an.
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BeitragThema: Re: Part I ~ Ancient Legends   Fr Okt 26, 2012 8:15 pm

»Wenn auch durch zwei kurze Aufschreie unterbrochen – einmal, als Madeleine sie über die Schulter warf und der zweite bei ihrem Fall auf das Bett – kicherte Josephine durchgehend, seit dem Zeitpunkt, als ihre beste Freundin die Türe geöffnet hatte. »Heiße Schokolade!!« rief sie noch einmal auf, bereute sofort, dass sie bereits gefrühstückt hatte, nahm sich aber vor, darauf später wieder zurück zu kommen.
Protestierend sprang sie nun auf, sprang auf dem breiten Bett auf und ab, sodass die Latten des Bettes unter der Anspannung ächzten. Natürlich wussten sie beide, dass es Josephine liebte, von Madeleine die Haare gekämmt zu bekommen, doch es gefiel ihr mindestens genauso gut, ein kleines Fang-mich-Spiel daraus zu machen.
Mit empörten Gesichtsausdruck hob sie nun die Hände an ihren Haaransatz. »Niemand kommt an meine Haare ran!« schrie sie auf und schüttelte entschlossen ihren Kopf, sodass die lose Haarmähne hin und her flog. »Dazu musst du mich erst Fangen!« fügte sie noch an, obwohl es offensichtlich war, was Madeleine zu tun hatte. Laut lachend hüpfte sie weiter auf dem Bett herum. Kissen und Decken flogen in die Höhe, plumpsten vom Bett und kamen mit einem dumpfen Geräusch auf dem Holzboden an. Kleine Federn drangen aus den winzigen Poren der Matratze und stoben in alle Richtungen davon. Keine zwei Minuten war das Mädchen nun in dem Zimmer gewesen und schon sah es aus, als wäre ein Tornado durch gerauscht. Auf eine Reaktion der Älteren wartend, ließ Josephine sie nicht aus den Augen.
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BeitragThema: Re: Part I ~ Ancient Legends   Fr Okt 26, 2012 8:38 pm

Madeleine hob die Hand zu ihrem Haar und fuhr sich ratlos durch die braune Mähne, warf einen bewertenden Blick auf das Durcheinander, welches Josephine veranstaltet hatte. Seufzend schüttelte sie den Kopf und grinste das Mädchen an. „Als ob du auch nur die geringste Chance hättest mir zu entkommen.“ Auf Josis Angebot eingehend, lief Madeleine auf sie zu, die Hände nach ihr ausgestreckt. Die Ablenkung, welche das kleine Mädchen mitmachte freute Madeleine, während es wohl anderen die Nerven geraubt hätte. Es beruhigte ihren Geist, lenkte sie ab und erwärmte ihr Herz auf eine vertraute Weise, ließ alle Sorgen nichtig erscheinen. „Ich lass mir meine Beute nicht abhandenkommen!“ erklärte Madeleine und griff nach den Beinen des Mädchens um sie von den Füßen zu ziehen und in eine Umarmung zu schließen.
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BeitragThema: Re: Part I ~ Ancient Legends   Fr Okt 26, 2012 8:54 pm

Josephine sah das Vorhaben Madeleines kommen und wollte gerade zur Seite springen. Allerdings bekam die Ältere noch einen ihrer Füße zu fassen und so fiel sie ihm Sprung zurück auf das Bett. Ihre Zähne klappten aufeinander und für eine sehr kurz Zeit wurde ihr schwarz vor Augen, doch das konnte den Spaß des Kindes nicht mindern.
»So leichte Beute bin ich aber nicht!« rief sie laut und stemmte sich gegen die Arme Madeleines. Sie entschlüpfte ihren Händen und hüpfte lachend von der anderen Seite des Bettes auf den Fußboden. Ihre Augen glühten, als sie sich umsah und zurück zu Madeleine blickte, ein Zeichen dafür, dass sie kurz davor war, sich zu verwandeln. Oft fiel es dem Mädchen noch schwer, ihre Verwandlung zu Zeiten von übermäßiger Spannung, Spaß oder Freude zu unterdrücken.
Sie knurrte leise auf, schüttelte den Kopf und rannte in eine Ecke des Raumes. Als sie sich abermals zu ihrer Freundin umdrehte und wieder breit grinste, waren ihr Zähne spitz. Sie hielt inne und hob ihre Hände, um das Gefühl in ihrem Körper zu bestätigen. Tastend fuhr sie sich über die Spitzen ihres Gebisses und sah dann hilfesuchend zu Madeleine. Sie war neidisch, dass die Älteren ihre Verwandlungen so gut unterdrücken konnten und ihr das noch nicht so einfach möglich war. Die Nase rümpfend gab sie sich geschlagen, wollte ihre wölfische Seite nicht noch mehr herausfordern und schlürfte auf Madeleine zu.
»Warum fällt es dir so leicht, diesen Drang zu unterdrücken?« fragte sie fast missmutig und verschränkte die Arme vor der Brust.
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BeitragThema: Re: Part I ~ Ancient Legends   Fr Okt 26, 2012 9:03 pm

„I’m still in love with youuuu~“ trällerte er, volltrunken von dem schönen Wetter, das ihn geweckt hatte. Seine Lippen lagen an der Ohrmuschel seines Bruders und boten keinen sonderlich schönen Weckruf. Hinzu kamen die unangenehmen Versuche Cade zu massieren, was jedoch in einer Katastrophe endete und Caleb irgendwann auf den Locken seines Bruders eine neue Melody trommelte.
„ Give it to me baby!~“ Caleb warf die Arme in die Höhe und vollführte einen alles andere als anziehenden Bauchtanz, mit den Fingern schnippend setzte er ein unmelodisches „Aha aha“ hinzu. Mit einem ungewohnt geschickten Hüpfer war der Blondschopf auf den Beinen, balancierte auf dem Bett, bevor er damit begann seinen Bruder mit der Fußspitze in die Seite zu Stupsen.
„Aufwachen! Du bist nackt! Es sind lauter heiße Mädels hier und sehen alle deine Morgenlatte!“ neckte er seinen Bruder weiter, verlagerte sein Gewicht auf ein Bein und fing an mit dem anderen Cade im Gesicht zu stupsen.
„Es gibt Käse, Daaaarling~“ flötete der überdrehte Werwolf, hatte seinem Bruder bereits alle Nerven geraubt, bevor dieser die Chance hatte aufzuwachen.
Doch es war für Caleb ein unglaublicher Graus, ohne seinen Bruder wach zu sein. Das fühlte sich an als wäre er nur die Hälfte, ohne Cades Kommentare und Lachen war alles nur halb so lustig und wer sollte dann sein Frühstück aufessen, wenn Cade nicht wach war… Alles unnötige Fragen und Befürchtungen wenn der Zwilling aufwachte und dem Anderen Gesellschaft leistete.
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BeitragThema: Re: Part I ~ Ancient Legends   Fr Okt 26, 2012 10:03 pm

Madeleine, richtete sich auf und sah Josephine mit ruhigem Blick zu, wie sie ihre Verwandlung stoppte, ein leises Lächeln legte sich in den dunklen Blick, der an den Stolz eines Familienmitgliedes erinnerte.
Josi hatte Fortschritte gemacht, sie hatte es selten geschafft sich so unter Kontrolle zu haben und die Verwandlung rückgängig zu machen. Auch als Madeleine ein Kind war, mussten viele ihrer Kleidungsstücke daran glauben und noch jetzt, gab es immer öfter die Notwendigkeit sich schnell zu verwandeln. Doch der Umstand, dass sie ein Werwolf war, hinderte sie nicht daran ihren Kleiderschrank mit edlen Stücken zu füllen oder nur Kleider zu tragen. Das bewies das schwarze Spitzenoberteil und die dunkle Jeanshose dazu, sogar ein schlichter Gürtel zierte die Hüfte der Wölfin, in schwarz gehalten wollte sie Makini gedenken, nicht weil die dunkle Farbe ihren hellen Teint unterstützte.
„Das ist alles eine Frage der Übung, mein Sonnenschein und du machst enorme Fortschritte, für so ein kluges Mädchen bekomm ich sicher zwei Tassen.“ Verkündete Madeleine und wies Josi an sich zu setzten. „Ich flechte dir heute zwei Zöpfe, in der Hoffnung dass sie eine Stunde durchhalten.“ Bei diesen Worten hauchte Madeleine dem kleinen Mädchen lachen einen Kuss auf den Kopf, bevor sie sachte und zärtlich die Knoten aus dem Haar kämmte. Dabei kam ihr ein kleiner Ast unter, unzufrieden schnalzte die Braunhaarige mit ihrer Zunge.
„Du sollst doch nicht alleine in den Wald gehen Josephine.“ Erklärte die Werwölfin mit mahnender Stimme, welche jedoch die Sorge hinter ihren Worten verriet. Mit geübten Fingern flocht sie das helle Haar und hatte schnell das wilde Haar zu zwei Zöpfen gebändigt.
„Viel zu schön.“ Verkündete Madeleine und gab dem kleinen Mädchen einen Kuss auf die Wange, hielt ihr die Hand entgegen und fischte sich ihre Tasche, in welcher sie Papiere, Geldtasche und Schlüssel verstaute.
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BeitragThema: Re: Part I ~ Ancient Legends   Fr Okt 26, 2012 10:21 pm

»Zwei Tassen!« erwiderte Josephine und setzte sich mit dem Rücken zu Madeleine, sodass diese besser an ihre Haare kam. »Ich bin mindestens einen ganzen Lastwagen voll mit heißer Schokolade wert! Darin könnten wir dann schwimmen!« sie lachte entzückt auf bei der Vorstellung an diesen süßen Genuss und schloss die Augen, während Madeleine mit der Bürste durch ihre dichte Mähne fuhr.
Als sie allerdings die Rüge hörte, öffnete sie ihre Lider widerwillig wieder und rümpfte die Nase. »Ich verstehe nicht, wieso! Ich bin mindestens genau so flink und schnell wie ein Rogue! Ich könnte sie alle erledigen!« erklärte sie bestimmt und wartete, bis Madeleine Haargummis um die Enden der Zöpfe gewickelt hatte, bevor sie sich umdrehte und die junge Frau entschlossen anschaute. »Nächsten Vollmond will ich unbedingt dabei sein! Und dann kann ich mit euch alle zusammen Rogues jagen gehen!« sagte sie, während sie nach der ausgestreckten Hand griff.
»Musst du schon wieder weg?« fragte sie gleich darauf enttäuscht und legte den Kopf leicht schief.
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BeitragThema: Re: Part I ~ Ancient Legends   Fr Okt 26, 2012 10:36 pm

Ein kichern strich über Madeleines lächelnde Lippen, sie schüttelte den Kopf über die Fantasie des Mädchens, sie konnte sich nicht vorstellen das es so angenehm wäre in einem Lastwagen voll Kakao zu schwimmen, aber die Fantasie eines Kindes hatte die Fähigkeit alle negativen Dinge eines verrückten Gedankens auszublenden. „Und wer trinkt dann die ganze Ladung? Ich könnte auf das ganze Jahr verteilt einen Lastwagen voll verlangen.“ Sinnierte Madeleine und fuhr dem Mädchen durch das blonde Haar.
Bei dem Argument des Mädchens, runzelte die Werwölfin missmutig die Stirn und ein strenger Ausdruck legte sich auf ihr Gesicht. Sie schnappte sich Josephines Hand und bückte sich zu dem Mädchen um ihr in die Augen sehen zu können. „Das ist kein Spiel, Josephine. Ich bitte dich, etwas vorsichtiger zu sein, zum Wohle aller, wenn dir etwas zustoßen sollte, könnte ich mir das niemals verzeihen. Und auch wenn du davon überzeugt bist, das du es mit ihnen aufnehmen könntest, vergiss nicht das sich auch Alec und Matt vor diesen Bestien in Acht nehmen müssen. Wir sind Rudeltiere und nur gemeinsam bilden wir eine starke Einheit.“ Um ihren Worten noch zusätzlichen Ernst zu verleihen, drückte die Braunhaarige mahnend den Arm des kleinen Mädchens, übte jedoch nur einen leichten Druck aus, ohne ihr weh zu tun. Dann richtete sich Madeleine wieder auf, warf einen prüfenden Blick auf die Uhr, neben dem chaotischen Bett. Sie hatte nicht einmal mehr Zeit das Zimmer aufzuräumen, wenn sie rechtzeitig sein wollte. Seufzend zog Madeleine das Mädchen mit sich.
„Ich muss zur Uni, Liebes.“ Erklärte sie und schloss die Tür hinter ihnen. „Soll ich mit dir noch wohin? Dann fahr ich einfach mit dem Auto, du hast noch 10 Minuten.“ Erklärte Madeleine und schenkte Josi ein aufmunterndes Lächeln.
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BeitragThema: Re: Part I ~ Ancient Legends   Fr Okt 26, 2012 10:52 pm

Lässig warf der junge Mann mit den blonden Haaren seine Ledertasche über die Schulter. Die teuren Lackschuhe klackten leise auf dem Asphalt, als er bei Rot über die Straße hastete und dabei ein ganzes Hupkonzert herannahender Taxis auslöste. Mit einem knappen Nicken und einer kurzen Handbewegung entschuldigte er sich bei den Fahrern, die ihn mit allerlei Schimpfwörtern bedachten, und lief gelassen auf der anderen Straßenseite weiter.
Er hatte New York vermisst. Zwar war er nur zwei Wochen weg gewesen, doch schon bei seiner Ankunft gestern Nacht hatte er gemerkt, wie sehr ihm die Metropole ans Herz gewachsen war. Hier konnte er alle seine Erinnerungen an seinen Bruder vergessen, da es nichts gab, das er mit ihm verbinden konnte. Nie hatte er an einer Straßenecke mit ihm einen HotDog gegessen. Oder war in den Abercrombie&Fitch-Laden auf der 5th Avenue gegangen. Anders als in England, wo ihn jedes Essen, jedes Accessoire, jede Kleinigkeit an seinen kleinen Bruder erinnerte.
Mit einem leichten Kopfschütteln, um die Gedanken zu vertreiben, fuhr er sich durch die kurzen Haare und wich einem kichernden Paar Schulmädchen aus. Bei dem Hauptgebäude des Kuna-Packs hatte er noch nicht vorbei geschaut. Das würde er nach seinen Kursen an der Universität machen. Doch jetzt, wo er zwei Wochen nicht anwesend war, konnte er es sich nicht leisten, noch mehr Kurse zu verpassen. Seine Abwesenheit hatte er Cassandra gemeldet, bevor er abgereist war. Und auch den Grund. Also würde sie es bestimmt auch verkraften, wenn er ein paar Stunden später vorbei schauen würde, als angekündigt.
Mit einem freundlichen Lächeln kaufte er sich an einem Straßenstand einen Donut und einen schwarzen Kaffee, pfiff auf dem Weg auf den Campus leise vor sich hin. Zum Glück befand sich seine Wohnung nicht weit weg von den Vorlesungssälen. Er musste nicht einmal mit dem Bus oder der Metro fahren. Aber trotzdem war er nicht zu nah bei den Studentenverbindungen, um jede einzelne Party life mitzubekommen, ob er es nun wollte oder nicht.
Sein grau-weiß gestreiftes Hemd hatte er wie fast immer nicht in seine Jeans gesteckt. In England würde er dafür sofort gerügt werden, doch hier wurde man eher schief angesehen, wenn man die Enden in der Hose verstaute. Über dem Hemd trug er noch eine schwarze, edlere Weste, die zu einem seiner Jacketts gehörte. Er trug sie gern in Verbindung mit einem Hemd und einer Jeans, da sie ihm etwas gleichzeitig feines und cooles vermittelte.
Immer noch pfeifend betrat er den riesigen Vorlesungssaal, setzte sich eher in den hinteren Bereich und stellte den Kaffee ab, packte den Donut aus und ließ sich sein Frühstück schmecken. Die Vorlesung hieß »Von den Kelten bis zu Shakespeare« und war scheinbar für Literaturgeschichts- und allgemeinen Geschichtsstudenten besucht. Daher fand sie auch in einem der größten Säle des gesamten Campus statt.
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BeitragThema: Re: Part I ~ Ancient Legends   Fr Okt 26, 2012 10:59 pm

Missmutig hörte sich Josephine die Mahnung Madeleines an. Sie hatte dies schon öfter gehört. Doch wie wollte jemand sie einschätzen, wenn man sie noch nicht einmal kämpfen gesehen hatte? Niemand schien sich je die zeit dazu nehmen wollen, ihre Küste zu betrachten, denn alle sahen es nur als Spiel, was sie tat. Einschließlich Madeleine. Schmollend schob sie die Unterlippe vor, während sie sich von der Älteren mit aus dem Raum ziehen ließ. Bei der Frage runzelte sie die Stirn und überlegte kurz.
»Wie wärs mit einer heißen Schokolade?« fragte sie grinsend, die düsteren Gedanken sofort wieder vergessend und hopste neben Madeleine her. Dann fiel ihr ein, dass sie bereits gefrühstückt hatte und ihr Gang verlangsamte sich wieder. »Nein warte, ich glaube, die trinken wir dann lieber heute Abend!« Sie blieb stehen und zerrte an Madeleines Hand, sodass diese auch stehen bleiben musste.
»Dann geh ich jetzt wieder spielen im Wa-... ich meine natürlich in meinem Zimmer!« sie runzelte kurz die Stirn »Mit meinen Puppen!« fügte sie noch schnell an und lächelte scheinheilig, bevor sie Madeleine einen Kuss auf die Wange drückte und dann den Gang in die entgegengesetzte Richtung davon huschte. »Ach und danke für die Zöpfe!« rief sie noch laut, weckte mit bestimmt noch den Rest der noch schlafenden Werwölfe auf und verschwand dann um die nächste Ecke.
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BeitragThema: Re: Part I ~ Ancient Legends   Fr Okt 26, 2012 11:32 pm

Madeleine nickte, sie bevorzugte es mit der U-Bahn zu fahren, im Gegensatz zu vielen anderen Wölfen, machte es ihr nichts aus in so engen Kontakt mit Menschen zu stehen. Sie hatte auch viele Freunde, welche nichts von ihrer geheimen Identität wussten, doch das schuf für Madeleine kein Hindernis für eine ungezwungene Freundschaft, sie musste ihren Freundinnen nicht alles erzählen und es reichte, wenn sie genug für eine offene Freundschaft wussten, denn Madeleine machte viel mehr aus als nur ein Werwolf zu sein, sie fand nicht immer Werwölfe, welche die gleiche Leidenschaft wie sie teilten.
„Pass auf dich auf Josi“ rief Madeleine dem Mädchen noch nach, bevor sie sich auf den Weg zur Küche machte, den Kopf hineinsteckte und hinein rief, ob bitte jemand ein Auge auf Josi werfen könnte. Dann machte sie sich selbst auf den Weg zu Metrostation, um diese Uhrzeit war die Bahn immer unglaublich voll und an einen Sitzplatz war gar nicht zu denken. Zwischen den restlichen Passagieren eingeklemmt, versuchte die Braunhaarige irgendwie etwas von ihrem Lernstoff durchzupauken, ließ sich aber zu viel ablenken und verstaute ihre Unterlagen wieder, als sich die Menge bewegte und sie sich bei ihrer Haltestation hinausschälte.
Madeleine lief die Stufen hinauf, um noch Zeit für einen kleinen Zwischenstopp zu finden. Sie zupfte an ihrem Top das ihr lose um den Oberkörper lag und stellte sich dann an die kurze Schlange zu einem kleinen Stand. Bei dem klaren Sonnenschein fiel die Entscheidung einfach. Ein gekühlter Holunder-Limonen Tee und dazu ein Käsesandwich. Mit der Tüte und dem 0,5 Liter Becher in der Hand warf Madeleine einen kurzen Blick auf die Uhr und wie sie es bereits befürchtet hatte, war sie unglaublich spät dran. Das Mädchen biss sich auf die Unterlippe und als sie den Vorlesungsraum betrat, seufzte sie, es waren keine Plätze mehr in den vorderen Reihen frei und von ihren Studienkollegen, hatte ebenfalls niemand daran gedacht ihr einen Platz frei zu halten.
Bevor sie es richtig verstand rümpfte sie die Nase, sie kannte den Geruch, jedoch war sie ihm noch nie direkt ausgesetzt gewesen, war bisher nur eine Erinnerung davon auf dem Campus begegnet. Ihr Blick richtete sich sofort auf den Kunawolf, sie runzelte kurz die Stirn, sah sich nach einem freien Platz möglichst weit von ihm entfernt um. Doch der Saal war recht voll und so hatte sie nicht viel Auswahlmöglichkeit. Sie wollte abwarten ob er ihr feindlich gesinnt war und sie die Vorlesung lieber verlassen sollte oder ob er sich an die Friedenszone des Campus hielt.
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BeitragThema: Re: Part I ~ Ancient Legends   Fr Okt 26, 2012 11:49 pm

Die Türen zum Vorlesungssaal hatten sich die letzten fünf Minuten ununterbrochen geöffnet. Schwälle von Menschen hatten den Raum betreten und waren laut quatschen auf ihre Plätze gerutscht. Kaum jemand beachtete den jungen Werwolf, der inzwischen den Donut aufgegessen hatte und hin und wieder an seinem Becher Kaffee nippte. Ab und zu bekam er einen schiefen Blick von einer jungen Dame zugeworfen, doch das war nichts neues für ihn. Er lächelte ihnen für gewöhnlich kurz zu, wandte sich dann aber wieder ab. Es war für ihn, im Gegensatz zu vielen anderen Wölfen, nicht normal, Menschenfrauen auszunutzen nur weil sie leichtgläubig und einfach zu manipulieren waren.
Als die Vorlesung begann, war Jude schon recht froh darüber, dass neben ihm einige Plätze noch frei waren. Zufrieden streckte er die Beine aus, legte den linken Arm über die Sitzreihe und fing an, mit der rechten Hand mitzuschreiben, was der Dozent vorne sprach. Wie gewöhnlich kamen auch jetzt noch ein paar Zu-spät-Kommer. Das war nichts neues. Doch als sich dieses Mal die Tür zögerlich öffnete, kam sofort der Schwall eines völlig anderen Geruchs mit in den Raum und erfüllte ihn mit einem Mal. Die Härchen auf seinen Unterarmen richteten sich auf, als er sich langsam umdrehte und die junge Werwölfin, die den Raum betreten hatte, anstarrte. Sie begegnete seinem Blick, also hatte sie ihn zweifellos als einen Kuna-Wolf erkannt.
Er war auf dem Campus schon einige Mal den Gerüchen von fremden Wölfen über den Weg gelaufen. Doch in Person war er diesen noch nie begegnet. Und das war auch gut so. Der Campus war quasi ein werwolf-rechtsfreier Raum. Denn es war selbstverständlich niemanden verboten, sich weiter zu bilden. Aber glücklicherweise war er noch nie einem Werwolf des anderen Packs begegnet und so wusste er nun nicht so recht, wie er sich zu verhalten hatte.
Ihre Augen wichen kurz von seinen ab, flogen über die Reihen von Köpfen vor ihnen. Sie suchte einen freien Platz. Auch Jude wandte seinen Kopf noch einmal um, suchte nach einer Ausweichmöglichkeit für sie. Doch es schien nichts mehr frei zu sein und so zog er widerwillig seinen ausgebreiteten Arm wieder ein, nickte ihr kurz zu, um ihr zu vergewissern, dass zwischen ihnen eine Art Friedenspakt bestand und wandte sich dann wieder nach vorne, um den Anschein zu erwecken, er würde dem Dozent lauschen. In Wirklichkeit lauschte er jedoch, was die Wölfin tat, hörte jede ihrer Bewegungen und wartete, ob sie sich tatsächlich neben ihn setzen würde oder aus dem Raum stürzen würde, was er ihr tatsächlich nicht verübeln konnte. Unruhig nahm er einen Schluck seines Kaffees und stellte ihn übertrieben langsam wieder auf dem winzigen Tisch ab.
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BeitragThema: Re: Part I ~ Ancient Legends   Sa Okt 27, 2012 12:09 am

Erschrocken hielt sie die Luft an, als er sich umdrehte, vor Angst er könnte sich auf sie stürzen, wütend die Zähne fletschen oder ihr irgendeine Beleidigung an den Kopf werfen, stand Madeleine kurz reglos da. Sie hatte im Moment alles andere im Kopf als eine weitere Feindschaft zwischen den Rudeln zu provozieren. Verwundert nahm sie seine Geste war, zuckte dann jedoch, als er sich wieder nach vorne wandte mit den Schultern. Sie nahm die Stufen zu ihm hinunter und setzte sich vorsichtig, darauf bedacht keine zu schnellen Bewegungen zu machen neben ihn.
Ginge es nach Madeleine, gäbe es keine Feindschaft zwischen den Rudeln, jedoch waren die Ansichten in ihrem eigenen und im Kunapack selten dieselben.
Als sie saß, warf sie einen vorsichtigen Blick zu dem Kunawolf, biss sich nervös auf die Unterlippe, da die Situation schrecklich unangenehm war, fand sie keine Zeit sich auf die Worte des Dozenten zu konzentrieren, was sie noch mehr störte. Die Braunhaarige, hatte sich von dem Kunawolf abgewandt ohne ihn wirklich anzusehen, holte nun tief Luft und wandte sich ihm nun zu. Mit einem nervösen und zurückhaltenden Zug um die Lippen sah sie ihn an, musterte ihn und ihr fiel auf das er die charakteristische Attraktivität eines Werwolfes hatte und ebenfalls die provozierende Ausstrahlung.
„Hallo, mein Name ist Madeleine.“ Stellte sie sich vor, bei einem Wolf aus ihrem Pack oder einem Menschen hätte sie ihm die Hand gereicht, aber sie wollte keinesfalls zu aufdringlich wirken oder einen Angriff provozieren. Sie räusperte sich unangenehm berührt von der seltsamen Situation.
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BeitragThema: Re: Part I ~ Ancient Legends   Sa Okt 27, 2012 12:22 am

Obwohl er darauf vorbereitet war, versteifte sich sein Körper, als die Wölfin sich neben ihn setzte. Eigentlich hatte er gehofft, sie würde sich einfach nur setzen und die Vorlesung anhören, um danach wieder zu verschwinden. Doch nun, da sie ihn angesprochen hatte, verbat es ihm seine gute Erziehung, sie zu ignorieren. Also wandte er den Kopf zu ihr, tippte mit seinem Kugelschreiber auf seine Unterlagen. »Ich bin Jude.« erwiderte er, machte allerdings gleich wie sie keine weitere Geste der Begrüßung. Man konnte ja nie wissen, wie sie reagieren würde. Er hatte noch nie näheres mit Dakabi-Wölfen zu tun gehabt, seit er nach New York gezogen war, und so hätte es eigentlich auch bleiben sollen. Obwohl ihm natürlich bewusst gewesen war, dass er es auf längere Zeit gesehen nicht auf ewig hätte vermeiden können. Dazu gab es der Stadt einfach zu viel Verstreuung.
Er betrachtete sie kurz. Sie war hübsch, zweifellos. Aber das waren alle Werwölfinnen. Ihre langen dunklen Haare umspielten ihre schmalen Schultern und, was ihm am meisten auffiel, ihre langen Wimpern bedeckten ihre Augen fast vollständig, wenn sie nach unten blickte. Hastig wandte er den Blick wieder nach vorne, um seine Konzentration wieder dem Dozenten zu widmen, was ihm allerdings nicht so recht gelingen wollte.
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BeitragThema: Re: Part I ~ Ancient Legends   Sa Okt 27, 2012 12:42 am

Ein kurzes Lächeln bedeckte ihre Lippen, als er sich ebenfalls vorstellte und sie holte beruhigt Atem. Madeleine holte ihre Unterlagen hervor und klappte die Mappe auf um ihren Notizblock herauszuholen und mitzuschreiben. Sie suchte nach einem Kugelschreiber als ihr klar wurde, dass sie keinen mit hatte. Sie kam sich in diesem Moment vor, wie in einem schlechten Kitschfilm, genervt seufzte sie, wandte sich mit einem verlegenen Lächeln wieder dem Kunawolf zu.
„Entschuldige, aber hast du vielleicht einen zweiten Kugelschreiber?“ fragte sie, so leise wie möglich, beugte sich unnötigerweise sogar etwas vor, da sie es in der Universität gewohnt war mit normalen Menschen, ohne die ausgeprägten Sinne der Werwölfe, zu tun hatte. Noch immer Verlegen und ungläubig über ihre Situation biss sich Madeleine auf die Unterlippe, obwohl sie ihren Blick gerne abgewandt hätte. Hielt sie ihn stur auf den Wolf gerichtet, auch wenn sie sich an den Revierkämpfen der Packs nie beteiligte, so wollte sie nicht zu viel Schwäche und Nachgiebigkeit zeigen.
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BeitragThema: Re: Part I ~ Ancient Legends   Sa Okt 27, 2012 12:54 am

Ein zweites Mal hatte er gehofft, wie würde nun einfach ruhig sein und dann wieder verschwinden, genau so schnell wie sie aufgetaucht war. Doch ein zweites Mal wurden seine Hoffnungen enttäuscht. Als sie sich plötzlich zu ihm lehnte, obwohl sie ja eh schon sehr nah beieinander saßen, rückte er beinahe automatisch ein Stück von ihr weg. Er räusperte sich kurz, bevor er nickte.
»Ich denke schon.« murmelte er und kramte kurz in seiner Ledertasche herum, bis er einen weitere Kugelschreiber gefunden hatte. Er ließ die Miene hervor klicken und probierte den Stift auf seinem Geheft aus, indem er einen kleinen Kreis wiederholt zeichnete. »Er geht sogar noch!« erklärte er flüsternd und konnte sich ein kurzes Schmunzeln nicht verhindern. Es überkam ihn einfach so.
Wieder in seine ursprüngliche Position rutschend, war er es diesmal, der sich leicht zu ihr beugte, als er ihr den Kugelschreiber überreichte und ihr dabei in die Augen blickte.
Sie kam ihm nicht vor wie der typische Dakabiwolf, wie er ihm immer beschrieben wurde. Aber er hatte schon länger vermutet, dass hinter den bösartigen Beschreibungen auch nur genau solche Wölfe steckten, wie man sie im Kunapack finden konnte. Keine Unterschiede. Die Geschichte war alles, was die beiden Packs unterschied und auseinandertrieb. Und da er ja eigentlich erst seit zwei Jahren hier war, sollte sie ihn überhaupt nicht betreffen. Und dennoch war die Nähe der Wölfin – Madeleine – eine außergewöhnliche Herausforderung für ihn.
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